Weihnachtsfragen 2004

 

 

 

An das Christkind

als das in menschlicher Gestalt vor 2000 Jahren wahrgenommene Schöpfungswort,

das heute wieder als Vernunft allen natürlich-geschichtlichen Werdens wahrzunehmen wäre.

 

 

Fragen und Wünsche, die sich nicht nur an eine himmlische Vernunft richten, sondern auch deren irdische Vertreter und alle die denken, dass es das Christkind nicht gäbe

 

 

Liebes Christkind,

 

1. Ist es wirklich so, wie man mir als Kind sagte und mir heutigen Hochschulprofessoren beibringen wollen, dass man Dich nicht sehen darf, sondern nur einfach an Dich wie an einen unsichtbaren Gott glauben muss, weil es sonst keine Geschenke gibt? Oder ist nicht gerade dies das Geschenk des einen unsichtbaren Creators, dass er Dich als echtes Licht auf die Erde schickte, damit wir sein gegenwärtiges und ewiges Wirken in allen natürlichen und geschichtlichen Werken wach sehend wahrnehmen?

 

2. Warum darf dann die aufgeklärte Wahrnehmung einer Präsenz der Vernunft in allem Werden - wie die alten Hebräer sagten des Wortes, nach den Griechen der schöpferische Logos - nicht als dieses wunderbare Weihnachtspräsent verstanden werden?

 

3. Gibt es Dich gar nicht, wie einst meine großen Geschwister meinten, weil die Mutter die Geschenke unter den Baum legte - und wie ähnlich auch heute aufgeklärter Denker annehmen, die daher nicht mehr an die alten Kirchen-Märchen glauben wollen? Und denken so nicht auch die meisten Theologen, die Dich als „Christ“kind nur noch in Lehren von Mutter Kirche begründet sehen wollen?

 

4. Stimmt es, das Du nur ein einfacher jüdischer Religionsrebell warst, der uns dann als Christkind dargestellt wurde? Ist es bei der Theologielehre so ähnlich bei meiner Tante, der meine Mutter Papier-Flügel umschnallten musste, damit ich ans Christkind glaube? Oder sind die Bilder nur dazu da, das uns an Weihnachten geschenkte Präsent zu verdeutlichen, das präexistente Schöpfungswort als irdische Repräsentanz eines Creators zu verstehen?

 

5. Wann gibt uns die Mutter die Geschenke, die sie vom echten Christkind erhalten hat? Wir wissen heute, dass Mutter Materie nur das hervorbringt, was einer präexistenen, universellen schöpferischen Vernunft/Software entspringt, die den gesamten Kosmos nicht nur zusammenhält, sondern für eine konstruktiv-kreative Ordnung und alles Wachsen und Gedeihen sorgt. Warum darf nicht das Präsent sein dieser Vernunft, die von Mutter Kirche dann an Weihnachten an uns weitergegeben, in menschlicher Gestalt ausgedrückt wurde, das große Geschenk an die Menschheit sein? Drückt Mutter Materie wie Mutter Kirche nur das aus, was aufgeklärt als vom Vater gezeugt und als sein ewiges Zeugnis zu verstehen ist?

 

Liebes Christkind, lass uns endlich das uns durch Dich gegebene Weihnachtsgeschenk aufgeklärt auspacken!