Vorbemerkungen:
Die Probleme unserer Gesellschaft liegen nicht nur in einem Abfall vom Glauben, dem Verfall gemeinsamer Werte. Die Gefahr heute geht – wie sich im Nahen Osten oder in Amerika zeigt - von einem unvernünftigen und somit missbrauchten Glauben aus. Wer jedoch von den Menschen einen unvernünftigen Glauben verlangt, für aufgeklärt Denkende „Unglaubwürdiges“ verkündet, braucht sich weder über Abfall noch Aberglaube zu wundern. Was bringt es zu wissen, dass der Hunger den Terror nähert, unsere Kinder für die Kluft zwischen Arm und Reich bezahlen müssen und im maßlosen Machtstreben Religionen missbraucht werden, als Vehikel dafür herhalten müssen, die Menschen zu manipulieren?
Es hilft auch nichts, weiter nur alte Glaubenswahrheiten abzustreiten, die in unverstandenen und beliebig ausgelegten Dogmen gefangenen Moslems oder Christen anzuklagen, auf Bin Laden oder Bush zu schimpfen, der im Namen Gottes in den Ölkrieg zieht, gar denkt, in dessen Namen zu handeln?
Krieg und Terror, ebenso wie die egoistische, nur auf das Selbst und Jetzt setzende ganzheitlich betrachtet un-wirtschaftliche und zukunftsvernichtende Lebensweisen entstehen im Kopf der Menschen.
Die Aufklärung – ob die atheistische oder die theologische – ist aufgefordert, mit all ihrem Wissen zu eine neuer vernünftigen Wahrnehmung des Gotteswortes beizutragen, um die Beliebig- und Manipulierbarkeit der menschlichen Kultur zu überwinden.
Denn genau diese aufgeklärte Wahrnehmung einer
schöpferischen Vernunft als lebendiges Gotteswort/Sohn und das daraus
abgeleitete allegorische Verständnis der alten Mythen/Gesetze, lässt sich
aufgrund unseres heutigen Wissens durch ein neues Nachdenken als das eigentlich
historische Wesen des christlichen Glaubens nachweisen.
Die Tür zu einem aufgeklärtem Verständnis des in allem natürlich/evolutionären Werden erkennbaren Gotteswortes/Logos und somit vernünftigen Glaubens (auf Grund unseres Wissen) ist
eine neue
Sichtweise des historischen Jesus und Christus
-Wer aufgrund aller Erkenntnisse der modernen Theologie jeden Tag gewisser wird, dass hinter dem historischen Jesus das in der Antike aufgeklärt wahrgenommen bzw. philosophisch/wissenschaftlich verstandene schöpferische Wort/Logos (heute würden wir eher von kosmischer Vernunft, Software allen natürlichen Werdens sprechen) sowie das allegorische Neuverständnis der alten hebräischen wie hellenistischen Mythen steht, der kommt sich heute vor, wie wenn er auf einem falschen Stern wäre.
-Wer dann aktuelle Aufsätze heutiger Hochschullehrer über den historischen Jesus in der Hand hält, die sozialwissenschaftliche oder feministische Betrachtungen auf eine Mixtur von antikem Andreas Baader und Mutter Teresa übertragen, so nach dem geschichtlichen Grund unseres Glaubens forschen, bei dem wächst die Einsicht, dass es sich hier nicht um den Stern theologischer Aufklärung handelt, der damals - im übertragenen Sinne - über dem Stall von Bethlehem zu sehen war.
-Wie wenn die Autoren des Neuen Testamentest nicht aufgeklärte Theologie aufgrund damals wissenschaftlicher Fakten betrieben, sondern nur in Trancezuständen hervorgeholte hoffnungsvolle Träum verfasst hätten, durch weltabgewandte Ekstase statt vernünftiger Welterkenntnis zu ihren neuen Erkenntnissen gekommen wären, wird heutiges Denken auf einen antiken Guru übertragen. Was hier versucht wird durch hochwissenschaftliche Forschung wiederzubeleben, hat weder etwas mit dem zu tun, auf den das Evangelium gründet, noch kann es zu einer glaubwürdigen monotheistischen Gotteswahrnehmung beitragen.
-Was bleibt, wenn nur das herauskommt, was heutige Theologie über den historischen Jesus denkt und diskutiert? Es ist weniger als der leere Fleck im Garten, wo die jetzt wieder eingewinterte Weihnachtsgrippe stand. Dort ist wenigstens noch die Erinnerung an einen schönen Glanz zur Weihnachtszeit. Der, den die heutige Hochschultheologie für den historischen Jesus hält, hat der Welt nichts, aber auch gar nichts mehr zu sagen.
Nein, noch schlimmer: er
hält die Christen und somit die gesamte Welt von einem vernünftigen,
aufgeklärten, in Wahrheit
christlichen Glauben ab. Somit ist er mehr nur als mitverantwortlich für den
Irrsinn, den heute die westlicher Welt verursacht ebenso wie den Glaubensterror,
der von in menschlich-manipulierten Dogmen gefangenen Moslems verursacht wird,
die so die aufgeklärte Welt vor dem Unglaube bewahren
wollen.
Doch weder war der
historische Jesus nur ein junger Jude, der alles nur etwas besser wusste, noch
ist die Christologie nur eine propagandistische Verherrlichungsrede oder das
Neue Testament nur eine Legendbildung bzw. aufgewärmte alte Glaubensfrömmigkeit.
Die den Evolutionsprozess allen Lebens bestimmende schöpferische
Vernunft/Wort/Logos, um deren Wirken, Wesen und zeitgemäße Wahrnehmung es damals
ging, wird sich weiter ihren Weg bahnen. Die Aufklärung ist erst im
Beginn.
Wir fahren, fahren, fahren – doch stimmt die Richtung
unseres Zuges?
-Bequem haben es sich die angeblich aufgeklärten Atheisten eingerichtet: alles Aberglaube, Abriss alter Wahrheiten, übergeordneter Werte... Wenn man die Welt dem persönlichen „Selbst“ überlässt, von alten Lügen und falschen Vorstellungen befreit, ohne Erkenntnis einer übergeordneten Sinngebung, wird alles besser...Bush und Bin Laden sind beste Beispiele, wohin das führt...
Kann man diesen Irrsinn nicht per Strafe und Gesetz verbieten? - Wird kurz nach der Feier über die geistige Freiheit gefragt.
-Auch die Glaubenslehrer sitzen im Zug, wo es schön warm ums Herz wird, wenn man von den Wundertaten eines antiken Wanderpredigers predigt. Nur konservative Traditionen geben noch Halt. Glaube ist in diesem Paradigma Privatsache, der eigentlich außerhalb des Wissens/Verstandes stattfindet.. Die Aufklärung habe den Menschen den Glaube genommen... Mit naturwissenschaftlicher Einsicht und deren aufgeklärter Umsetzung als schöpferische Logik und somit vernünftige Offenbarung hat das dann alles nichts zu tun...Es war nur ein charismatischer junger Jude, der anschließend als Christus vergöttert wurde...soll ein unerklärlicher Mythos bleiben, an den man einfach glauben müsse...Wer nicht glaubt sei selbst schuld...Man müsse einfach das Gute tun, sich an die alten Gesetze halten...
Im Wort zum Sonntag wird dann gewarnt, wir würden mit unserem Verhalten im falschen Zug sitzen, in die falsche Richtung fahren, unseren Kindern die Zukunft nehmen...
-Doch kommt nicht vor dem Verhalten der Verstand? Geht
nicht alle Unvernunft vom Kopf aus?
-Wie könnte ich von einem PC ein vernünftiges Ergebnis verlangen, wenn
das Betriebssystem nicht reicht oder völlig fehlt?
-Warum fahren wir
weiter und weiter ohne zu fragen, ob das grundlegende christliche
Programm, die Richtung unserer theologischen Forschung nach dem Wesen unserer
Religion noch stimmt?
-Wenn wir mit dem, was wir heute für das Wesen des
Christentums halten und erforschen,
die Menschen vom Glaube abhalten, gleichzeitig Aberglaube und eine sinn- und wertelose
Lebensweise erzeugen, müssen wir
dann nicht endlich fragen, ob die Richtung noch stimmt, in die der zur Zeit
der Zug fährt?
Inhalt:
Teil
1.:
Weiterer himmlischer
Aufruf des Aufklärungsengels Augstein, der die Vorweihnachtsausgabe des Stern zum Anlass
nimmt, sich mit der heutigen Theologie als „falscher Stern“ auseinander
zusetzen. Erneuter Nachweis, dass die heutige Form der Forschung nach dem Leben
des historischen Jesus nur in die falsche Richtung führt. Aufforderung an die
Aufklärer, der modernen Theologie einen Anstoß zu geben, nicht weiter die am
Anfang des christlichen Glaubens stehende Aufklärung der Antike zu verleugnen,
sondern mit all dem reichlich vorhandenen Wissen neu nach den eigenen Wurzeln zu
suchen.
Teil 2:
Überlegungen zu dem
neuen Sensationsfund des Ossuar des Jakobus, hier als Nachweis für die Hoheitlichkeit des
historischen Jesus.
Teil
3:
Aufforderung an die moderne Theologie, die erst die Voraussetzungen für ein neues Verständnis schafft und ohne deren Weiterführung der christliche Glaube nur Privatsache Gestriger bleibt: Über das bisherige Verständnis des christlichen Glaubensgrundes hinauszudenken, den Weg für eine neues aufgeklärtes Verständnis des historischen und heute lebendigen Jesus als einzigen der Ratio zugänglichen Mittlers/Offenbarers des altbekannten Schöpfergottes freizumachen und so die aufgeklärte Welt zu einem wahrhaft universellen Glauben an den einen guten und all-mächtigen Schöpfer zu führen.
Der erste Teil
bezieht sich zwar auf die Vorweihnachtsausgabe des „Stern“, betrifft jedoch die
Art der theologischen Forschung von heute. Er soll erneut das Missverständnisses
über den historischen Jesus bzw. die Wurzeln des christlichen Glaubens
aufzeigen. Denn wohin die heutige theologische Denkweise führt, ist in der
Weihnachtsnummer des Stern ebenso wie der des Spiegel nachzuvollziehen.
Der „falsche
Weihnachts-Stern“, der heute alles andere verbreitet als das Licht der Welt, die
Kunde vom Kind Gottes und alles was in den Liedern von Paul Gerhard & Co.
gerade an Weihnachten im Gottesdienst so schön und treffend besungen wird,
strahlt leider über der Kirche. Wenn hier also vom „falschen Stern“ gesprochen
wird, dann steht das die aktuelle theologische Sichtweise in geraffter Form
wiedergebende Magazin nur stellvertretend für die unhaltbar gewordene Hypothese
vom einfachen historischen Menschen Jesus, dem dann nur aus kaum
nachvollziehbaren Glaubensgründen oder aus propagandistischen Zwecken ein „Happy-End“ mit Auferstehung angedichtet
worden sein soll, wie dies in der Weihnachtsausgabe des Stern nachzulesen
war.
Das Wochenblatt, das pünktlich zur Weihnachtszeit die aktuelle Forschung über das Leben Jesus aufgriff, ist nur der Abglanz einer – m.E. unhaltbar und untauglich gewordenen - Hypothese heutiger Hochschullehre, die das historische Wesen des christlichen Glaubens an einem charismatischen jungen Juden festmacht und daher nur nach den Resten eines jungen Religionsgründers und seinen angeblichen Lehren Ausschau hält, statt den eigentlichen Grund des neuen Monotheismus der Zeitenwende im aufgeklärten Wiederverständnis des jüdisch-griechischen Gotteswortes in Menschengestalt zu suchen. In einer Zeit, in der anknüpfend an antikes Denken das schöpferische Wort/der Logos/ die schöpferische Vernunft in allem natürlichen Leben neu als Gottessohn gesehen und dieser dann zu einer durch die aufgeklärte Ratio nachvollziehbaren Gottesoffenbarung werden könnte, wird nur auf einen historischen Wanderprediger gesetzt. Doch den nehmen in Wirklichkeit selbst konservative Kirchgänger kaum mehr ernst.
Der Christus/Gottessohn bleibt ein Phantom des menschlichen Geistes, das man meint als eine Art hellenistischen Propagandatrick erkennen zu können bzw. als Miniaturausgabe Gottes dem persönlichen Glauben überlassen bleibt. Von universeller Offenbarung durch den Gottessohn fehlt so jede Spur. Auch wenn vom von einem kleinen Rest gerade an Weihnachten lautstark vom Licht gesungen wird, für die Mehrheit der Menschen ist das alles nur noch der milde Abglanz eines persönlichen Aberglaube. Doch Ziel der folgenden Überlegungen ist es nicht, das Singen der letzten „noch“ Gläubigen zum Erlöschen zu bringen. Vielmehr ist auch all das, was in den Weihnachtsliedern besungen wird, bester Beweis, um was es wirklich geht. Denn in dem, was die mittelalterlichen Liedermacher aus den Texten des Neuen Testamentes übernommen haben, wird nur der wirklich historische Jesus besungen. Der war kein Menschenkind, sondern kam vom Himmel her, wurde in menschlicher Gestalt verstanden. Der hoheitlich Gottessohn, das präexistente Schöpfungswort/Vernunft, das die einzige Präsenz Gottes auf Erden ist, wurde in menschlicher Gestalt gesehen und besungen. Die christliche „Offen“-barung, die aufgeklärte Begreifbarkeit des einen Schöpfergottes, Licht im Logos der Welt, das machte nach allem was wir inzwischen wissen zur Zeitenwende Weihnachen aus. Und genau die Erscheinung der in aller Natur sichtbaren schöpferischen Vernunft/des Logos als Gottessohn und Menschenkind zugleich, das scheint auch heute not-wendig zu sein. Denn davon erst geht messianische Wirkung aus. Ein junger Jude, der anschließend christianisiert – nur von Menschen gesalbt - wurde, hätte damals nicht zur Explosion geistiger Literatur geführt, noch hätte er heute etwas zu sagen. Besingt daher nicht Paul Gerhard den historischen Jesus viel besser, als heutige Hochschulforschung ihn beschreibt?
Ich bin heute
gewiss: Wenn der an Weihnachten besungene Wandel vollzogen wird und wir zu einer
Erkenntnis der geistesgeschichtlichen Wahrheit über das Kind in der Krippe
kommen, lässt sich die Weihnachtsgeschichte des Lukas als historische
Begebenheit verstehen. Künftig werden dann Dank aufgeklärten Verstandes die
Weihnachtslieder viel lauter gesungen. Wir wissen dann nicht nur was wir singen, sonder auch warum wir singen
und beten müssen, warum das kognitive Verstehen allein nicht
reicht.
Doch noch folgt die Mutter Kirche letztlich genau der Prophezeiung des Jesaja, von der in der Weihnachtspredigt (auch wenn dort sozialethisch) gesprochen wurde: Sie verstößt den eigenen Sohn Gottes, den sie damals unvoreingenommen, vom heilen Geist/Denken bezeugte, auf jungfräuliche/unvoreingenommene Weise als Mensch zur Welt gebracht hat. Sie läuft einem stupsnasigen Religionsrebellen als historischer Jesus hinterher, wie er im „falschen Stern“ in Blattgröße zu sehen ist und denkt, dass der Gottessohn/Christus/Logos nur eine Erfindung, eine Art Gottesabbildung der frühkirchlicher Lehre sei, die im Rahmen einer Religionspropaganda gegenüber den Heiden gebraucht wurde. Die Offenbarung des einen unsichtbaren Schöpfers des Himmels und der Erde, die für aufgeklärte Menschen nicht mehr von einem Menschen ausgehen kann, bleibt so auf der Strecke. Der Logos wird zur Lächerlichkeit und Glaube stirbt oder wird manipuliert.
1.
Engel Augstein an das „Unternehmen Aufklärung“
Engel Rudolf Augstein, im Himmel durch Johannes als „Chef-Aufklärer“ des christlichen Glaubens ausgezeichnet, weil durch den in ihm personifizierten Geist autonomer - bisher allerdings nur abstreitender Aufklärung - erst eine neue vernünftige/vom Logos ausgehende Gotteswahrnehmung möglich wurde, wendet sich an seine ehemaligen Mitstreiter.
(Weitere Texte im
gleichen Zusammenhang unter „www.theologie-der-vernunft.de“: „Das Unternehmen
Aufklärung“, Aufruf Augsteins, sein Aufklärungswerk fortzusetzen, sowie „Logos
statt Lüge - von der Findung Gottes
auf menschenleerem Thron“, der durch die Weihnachtsausgabe des SPIEGEL über Lug
und Trug im Alten Testament angestoßen war.)
Liebe Freunde in der Redaktion des Spiegel,
an alle Mitarbeiter des
„Unternehmen Aufklärung“,
was ich befürchtet habe
ist eingetreten. Gott sei es gedankt, hat es diesmal nur unsere Konkurrenz in
ihrer heutigen Weihnachts-Ausgabe erwischt. Wieder einmal haben sich unsere
Brüder als „falscher Stern“ erwiesen.
1.1. Der falsche Stern der
Jesus Forscher
Bereits auf dem Titelbild
zeigt sich der Fehler, den unsere Freunde von den theologischen Forschern
übernommen haben. Während das ikonenhafte Bild mit dem Heiligenschein ganz
eindeutig den kosmischen, präexistenten Christus zeigt, der mir hier im Himmel
als historische Gestalt begegnete und dessen irdische Gestaltwerdung Ihr in
wenigen Tagen feiert, wird in der Headline auf einen einfachen Menschen, einen
Weltverbesserer verwiesen: „Jesus, was Forscher heute
wissen“.
Auch in den „Ossuar“ vor
dem ich Euch in meinem Aufruf an „Das Unternehmen Aufklärung“ vor wenigen Tagen
in meinem Dialog mit Johannes gewarnt hatte, sind die Schreiber des „faschen
Stern“ voll hereingefallen. Den Herrenbruder Jakobus, den Josephus Flavius und
auch zahlreiche Apokryphen sowie die Apostelgeschichte erwähnt haben, und von
dem ein heute gefundener Steinsarg zeugt, hat es gegeben. Doch bitte denkt
nicht, dass er der Bruder dessen gewesen wäre, zu dem theologische Banalität ihn
herabgewürdigt hat. Die Namenskombination „Jakobus, Josef, Jesus“ mag „Bingo“
für einen historischen Beleg sein. Doch die Knochenkiste in Kreidestein, auf der
ein Pariser Inschriftenexperte die sensationelle Aussage als ersten Beleg für
die Hypothese des historischen Jesus entzifferte, ist höchstens Beleg für den
„Herren“-bruder, nicht für das, was heutige Dekadenz (damit sind keine Menschen,
sondern eine Denkweise gemeint, die untauglich geworden ist, nicht weiterführt)
daraus gemacht hat. Denn wenn nach einem solchen Fund die den Jesusbruder
Jakobus auf sehr unterschiedliche Weise erwähnenden Apokryphen oder
Apostelgeschichte als Geschichtsschreibung ernst zu nehmen sind, dann muss doch
der Geschichte weit mehr zugrunde liegen, als im „falschen Stern“ heute als
historisch beschrieben und abgebildet wird. Und die Geschichte des
präexistenten Gottessohnes ist – wie im Nachtrag gerade am Beispiel des neuen
als „Sensation“ hochgelobten Fundes überlegt wird - somit auch keine
Angelegenheit einer Christologisierung mehr, die in Antiochien und Alexandrien
ausgedacht wurde, sondern ist im Stammhaus der Juden zu suchen. Wenn sich die
theologischen Forscher selbst ernst nehmen, dann ruft auch dieser Fund zu einem
Fortschritt im Verständnis des historischen Jesus bzw. der eigentlichen Wurzeln
des christlichen Glaubens auf. Hier solltet Ihr als Aufklärungswerkzeuge
einhaken und unbequeme Fragen stellen, die nicht zum Abbau, sondern zu einem
Neuverständnis der eigenen Wurzeln und somit zu einer vernünftigen, zeitgemäßen
Gotteswahrnehmung führen können.
Die Teufelsaustreibung,
die der Antike durch aufgeklärtes Denken stattgefunden hat, muss allen Erstes auch heute von Euch
ausgehen. Denn wie sollen junge Theologen, die sich hochwissenschaftlich über
die Exorzismen Jesus Gedanken machen, wie wenn es um einen antiken Wunderheiler,
in Euren Augen dann eine Art Scharlatanerie gegangen wäre, sich selbst den
Wahnsinn austreiben?
Selbst die alten Bilder von Teufeln und Engeln haben einen handfesten Grund, wenn wir die allegorischen Bedeutung beachten, sie auf die geistige Situation damals wie heute übertragen. Sagen uns nicht die alten Lehren, dass der Teufel eigentlich ein gefallener Engel, ein falscher Gottesbote sei, eine untauglich gewordene Gotteslehre? Und kann diese Hölle nicht auch in dem vermutet werden, was heutige Sichtweise hervorbringt? Haben wir es mit einem schöpferischen Fortschritt zu tun, oder wird von Atheisten wie Glaubenslehrern nur Abbau betrieben?
Wer sich in unser Weltbild betrachtet, sieht ein Bild, wie es in den Vorweihnachtsausgaben von Spiegel und Stern zusammengefasst war. Kaum eine alten Wahrheit bliebt erhalten, die alten Gebäude sind nur noch Mauerreste, werden als willkürliche Steinbrüche einer selbstgesetzten Moral genutzt.
Genau dieser Zustand war auf den Fotos zu sehen, die im neuen Jahr beim SPIEGEL-Bericht über den Bombenangriff auf deutsche Großstädte gezeigt wurden. Die Bilder der Geisterstädte lassen sich auf das Geistesleben übertragen: leblose Mauerreste, Fundamente ohne Dach, alles zerfallen, die einstige Schönheit nur noch zu erahnen...
“So muss die Hölle aussehen“
hattet Ihr in der Headline geschrieben und habt damit den Nagel auf den Kopf getroffen.
Wenn aus der zerbombten Stadt wieder ein das kollektive Bewusstsein der Gesellschaft tragendes Gebäude werden soll, dann ist dem heutigen Denken der Teufel auszutreiben. Religiöser Fortschritt statt Rückschritt und Stillstand sei durch die schöpferische Logik angesagt. Genau dazu soll ich Euch als Engel der einst den Abriss betreibenden Aufklärung auffordern. Denn jetzt sei Zeit zum Wiederaufbau, einem aufgeklärten Wiederverständnis der alten und ewigen Wahrheiten.
(Zum Sensationsfund: in
Wirklichkeit historischer Nachweis eines hoheitlichen Jesus in Jerusalem, Anmerkungen im 2.
Teil)
In Abrede zu allen
hoheitlichen Aussagen der gesamten antiken Textüberlieferung, wie sie gerade in
den Weihnachtspredigten aufgriffen werden, wird heute ein historischer Jesus
zurechtgebogen, dass hier im ganzen Himmel heller Aufruhr herrscht. Man hat mich
daher erneut beauftragt, Euch zu bitten, den Bombenangriff auf die biblischen
Aussagen einzustellen und das „Unternehmen Aufklärung“ in neuer Weise
fortzusetzen. Ihr solltet zu einer allegorischen Lesweise der Glaubenstexte
auffordern, wie sie vor 2000 Jahren theologische Tagesordnung war und sich bei
allen aufgeklärten Denkern der Antike, ob bei Philon, in Qumran oder bei Marcion
nachweisen lässt. Es wäre höchste Zeit jetzt endlich alles Wissen
zusammenzunehmen und für eine Klarheit bei der Gotteswahrnehmung zu sorgen. Denn
was im „Falschen Stern“ so wissenschaftlich leuchtet, sind Annahmen, die weder
mit den biblischen Aussagen, noch mit dem Geist antik-aufgeklärten Denkens auf
einen Nenner zu bringen sind.
Nicht Erhellung, sondern
Verdunkelung wird hier betrieben. Mit dem weihnachtlichen präsent machen
schöpferischer Vernunft/Logos, Erkenntnis des vernünftigen Gotteshandelns auf
Erden, hat das was heute über den historischen Jesus geforscht wird, nichts am
Hut. Euch Aufklärer soll ich daher auffordern, neu bei den alten Philosophen
nachzublättern. Denn wer den historischen Jesus in geschichtlichen Kon-texten
suchen will, muss sich in das antike Weltbild hineindenken. Ohne Stoa, Epikur
oder Platon zu berücksichtigen, die in Athen, Alexandrien und Antiochien
beheimateten Weltbilder zu beleuchten, das Denken eines Johannes, Paulus, Lukas,
Marcion oder Aquila zu berücksichtigen,
(von denen keiner nur einem jungen Juden nachgeeifert wäre, die jedoch
alle von der historischen Menschengestalt Jesus ausgingen) lässt sich keine
vernünftige Leben Jesus Forschung betreiben. Alle Überlegungen der heutigen
Theologie, die die antike Aufklärung außer Acht lassen, nur die Lebenslinien
eines charismatischen Juden nachzeichnen wollen, nach dessen Meinung fragen,
müssen logischerweise in die Leere führen.
Was soll alles Wissen
um schöpferische Grundprinzipien, mathematische Ordnung, aus denen bereits
Pythagoras eine neue Theologie entwickelte, wenn Ihr im Nacheifern einer alten
Theologie nur einen jungen Juden nachzeichnet, dabei alles natürliche Werden
völlig außen vor lasst? Der
kosmische Schnitt, der bei aller Verschiedenheit der Geschmäcker der gesamten
Schöpfung zugrunde liegt, der sich in Musik, Mathematik wie im gesamten Bauplan
der Genesis zum Ausdruck bringt und den manche Astronomen auch im Plan-etaren
Geschehen nachweisen, sagt möglicherweise mehr über den historischen
Menschensohn aus, als alle moderne Forschung nach einem einfachen Menschen, wo
unzählige Wissenschaftler Millionen dafür ausgeben, um die Kopfform eines
Handwerkersohnes zu vermessen. Wenn ich heute von hier oben selbst in der
natürlichen Schönheit aller Schöpfung den Gottessohn sehe, den mir Johannes
vorgestellt hat, dann ist es nicht nur ein unwissendes Staunen. Das Wissen um
die sinnvolle natürliche Ordnung, die in den Menschen ein Glücksgefühl
hervorruft (ein
geistig-biologischer Vorgang, der ebenso zur schöpferischen Gesamtordnung
gehört) lässt mich erst das Wort verstehen, das am Anfang war und Mensch wurde.
Wen heutige Theologen
für das historische Wesen des christlichen Glaubens halten, ist davon weiter
entfernt, als die Lehre vom Tao, mit
der auf fernöstliche Weise der Logos allen Lebens, das Schöpfungswort als
wirkliches Wesen beschrieben wird. Auch wenn die östliche Lehre im Gegensatz zum
Monotheismus nicht vom Logos auf einen unsichtbaren Schöpfer schließt, so
scheint sie dem, was damals an der Wurzel des christlichen Glaubens gedacht
wurde weit näher, als die banalisierte Lehre von einem Wanderheiler, dessen
wundersame Taten man versucht theologisch zu rechtfertigen, tiefenpsychologisch
deutet oder einfach als Verherrlichungsrede abtut. Was am Anfang des
christlichen Glaubens in Menschengestalt zu sehen war, ist – wie mir hier im
Himmel klar gemacht wurde - selbst auf manchen Beipackzetteln zur ganzheitlichen
Medizin oder Naturheilkunde besser beschrieben, als in vielen modernen
Jesusbüchern, wo nur eigene Moralvorstellungen auf einen antiken Menschen
übertragen werden oder völlig abstruse Spekulationen über einen sonderbaren
Menschen angestellt werden.
Man hat mir hier oben
aufgezeigt, dass eine dem Logos bzw. der schöpferischen Vernunft folgende
Lebensweise erst durch die aufgeklärte Anbetung dessen möglich, den heutige
Theologie nach wie vor nur für einen Religionsrebellen hält. Die Ökologie lobt man hier oben als den
eigentlichen Durchbruch der Wissenschaft vom göttlichen Logos, der für die
antike Vermittlung eine Menschengestalt annehmen musste. Wie weit die in einen
Jungjuden vernarrte theologische Lehre von heute von einer Erkenntnis
schöpferischer Vernunft/des Logos als reales in allem natürlichen Werden
sichtbares Wesen entfernt ist, zeigt sich schon allein wenn der Begriff
gebraucht wird: Logos (Lehre) ist oft zu lesen. Für die heutigen Leben Jesus
Forscher, die nur einen historischen Menschen für den Grund christlichen
Glaubens halten und daneben eine Gottesabbildung als persönlichen Christus
stellen, muss der Logos allen natürlichen Lebens eine Lehre bleiben. Nicht das
wirk-lich, tat-sächliches Schöpfungswort Gottes, sondern nur Menschengesetze,
eigene Lehren werden wahrgenommen. Doch entspricht das dem, was vor 2000 Jahren
war?
Wäre der historische Jesus
nur der gewesen, nach dem die heutige Theologie Ausschau hält, hätte ihn kein
vernünftiger Mensch für den Messias gehalten. Wenn damals
intellektuelles aufgeklärtes Denken
nicht im römischen Kaiser oder einer alten Gesetzlichkeit, sondern im
gestaltgewordene Gotteswort alte messianische Hoffnung in Erfüllung gehen sah,
dann war es weit mehr als ein charismatischer Wanderprediger oder ein
gestrig-gespenstisches Gottesphantom, von dem das Heil erwartet wurde. Die
Offenbarung Gottes, Überwindung des alten Aberglaube (ob purer Naturvergötterung
oder blinder Gesetzlichkeit) und der Trennung vom wahren Schöpfer, kann für
keinen der damaligen Denker von dem ausgegangen sein, den die heutige
Hochschul-Theologie sehen will und den sie verzweifelt sucht, indem sie heutiges
Denken auf einen historischen Menschen überträgt. Wer in der heutigen Hypothese
von einem historischen jungen Juden und seiner Glaubensverherrlichung hin und
her gezerrt wird, kann für keine der Heilsfunktionen herhalten, über die ständig
gesprochen wird. All das, was an hoheitlichen Aussagen über Jesus von
aufgeklärter Antike ausgesagt wurde, müsste so als leeres Geschwätz persönlicher
Glaubensvorstellungen gesehen werden. Und das wird dann verlangt einfach zu
glauben.
Wie mir als Star bzw.
Engel des bisher nur völlig autonom die alte Wahrheiten abstreitenden
Aufklärungsdenkens hier im Himmel erst klar wurde, steht hinter dem von mir als
reiner „Menschensohn“ Gesehenen das Wesen des in allem Werden wirk-samen
Gottessohnes. Und der war für die damaligen Denker Grund eines neuen
aufgeklärten Glaubens hat mir Johannes gesagt. Genau dieser Logos komme in den
Texten des Neuen Testamentes, ebenso wie gnostischen Apokryphen und
apologetischen Schriften der Kirchenväter zum Ausdruck.
1.2. Aufforderung an die
Aufklärung, den Anstoß zum Weiterdenken zu geben
Doch wenn die Rede von
einem schöpferischen Logos kein wirkungsloses philosophisches Palaver bleiben
soll, dann muss die Auseinandersetzung der Antike neu geführt werden. Nicht im
nächtlichen Traum, sondern im denkerischen Fortschritt fand damals Theologie
ihre Klarheit. Doch da die heutigen
Theologen im Sand von Palästina oder im Übertragen sozialwissenschaftlicher
Erkenntnisse auf einen religiösen Befreiungskämpfer nach dem historischen Grund
des Geistes der westlichen Welt suchen, seid Ihr gefragt. Gerade Ihr als
angebliche Aufklärer seid aufgefordert, Euch zu Wort zu melden. Denn erst nach
Weiterführung der Aufklärung kann klar werden, was wirklich die Wurzeln des
christlichen Glaubens sind, welche konkrete Gestalt sich hinter dem
Wanderprediger mit Namen Jesus verbirgt, wie antike Aufklärung die alten Mythen
in neuer Gestalt weiterführte und damals alles Denken von einem
sichtbaren/verstandenen Logos ausging. Buchfromme müssen logischerweise davon
ausgehen, dass auch damals nur alte Traditionen aufgewärmt, unerklärlich an alte
Lehren geglaubt wurde. Daher seid Ihr gefragt.
Auch wenn die Lippen etwas
anderes sagen und in theologischen Lehre der den alten Mythos übersteigene und
erfüllende Logos als konkrete Gestalt des antiken Denkens nachgewiesen wird, so
kommt die antike Aufklärung in der Lebens Jesus Forschung allenfalls am Rande
vor. Unsere aufgeklärten Vorfahren sind es, die verleugnet werden. Dem
ursprünglich aufgeklärten Glauben, wie einem möglichen neuen aufgeklärtem
Gottes-Verstand wird heute eine theologische Tarnkappe aufgesetzt. Der Logos
wird versteckt und verleugnet. Wenn die Gesellschaft mit Hilfe der Aufklärung
Klarheit über den einen Gott erhalten sollen, universelle Erkenntnis durch den
Verstand möglich ist, dann müsst Ihr dazu beitragen, dies zu verwirklichen.
Die gesamte antike
Aufklärung, die damals in alte Glaubensmythen ebenso wie ihrem
wissenschaftlichen Weltbild den Logos nachwies, kann nicht weiter völlig außen
vor gelassen werden, wenn über Jesus von Nazareth nachgeforscht
wird. Zwar wird offen darüber
nachgedacht, wie damals auf allegorische Weise der Sinn der alten Mythen gesehen
wurde, welche Bedeutung der Logos im gesamten antiken Weltbild hatte und wie aus
Göttersöhnen der eine Schöpfungs-Logos als universeller Gottesssohn
philosophisch-logisch nachgewiesen wurde. Die gnostischen Lehren als Wurzeln des
Christentums sind ebenso bekannt, wie die das gesamte Geistesleben bestimmende
platonischen Denkmodelle. All dies wird heute fein säuberlich beschrieben, die
Bedeutung dieser Geisteswende nachgewiesen. Auch welche Auswirkungen all die
unzähligen Denkbewegung der Antike für die Verfasser der durch die Frühkirche in
den Kanon aufgenommenen Texte hatte, ebenso wie die durch neue Funde in Qumran
oder Nag Hammadi jetzt erst zutage tretenden theologischen Aussagen von einem
neuen theologischen Weltbild beeinflusst waren, ist längst bekannt. Auch wird
zum Beispiel über die Christologie eines Philo, der im Logos des Platon den
Gottessohn sah, ausführlich nachgedacht. Doch wenn dann in angeblich
aufgeklärt-modernen Wissenschaftszeitschriften für das Neue Testament junge
Theologen unter den Augen hochangesehener Professoren eine Seite weiter über die
Leben Jesus Forschung berichten, kommt nur das vor, was im „falschen Stern“
nachzulesen ist: Es wird auf wissenschaftliche Weise nach den Knochen eines
antiken Rudi Dutschke gegraben, von dem dann durch Paulus & Co. eine
christliche Religion gemacht worden sein soll.
Die damals erkannte
Wirklichkeit der alten Mythen, ebenso wie die Notwendigkeit der Weiterführung
alter Bilder ist zwar Stoff der Theologie, doch bei der Spurensuche nach dem
christlichen Wesen wird nur nach dem Willen eines Wanderpredigers Ausschau
gehalten und daneben ein persönliches Glaubensphantom als eine Art
hellenistischer Christus gestellt.
Gleichwohl das Denken unserer frühen Freunde, das daraus erwachsene neue
vernünftige Gottesverständnis heute ausgebreitet wird, sucht man blindwütig nur
nach den Spuren eines charismatischen Wanderpredigers und seiner legendären
Verherrlichung. Der antike aufgeklärte Gottesverstand kommt nicht vor. Alles,
was die Aufklärungsdenker der Antike gesehen haben, die konkrete, den gesamten
Kosmos bestimmende Gestalt, das lebendige Wort Gottes, das als vernünftig
erkannte universale Schöpfungshandeln, braucht heute nicht weiter beachtet zu
werden. Es war ja nur ein besonders begabter junger Jude, dem dann
philosophisches Beiwerk angedichtet wurde.
Wenn Ihr Aufklärer
Klarheit über den Geist haben wollte, aus dem die westliche Welt hervorgegangen
ist, dann könnt Ihr Euch nicht einfach wie ich damals bei meinem Analyse über
„Jesus Menschensohn“ auf die Auslegungen der Schriftlehrer verlassen, die nicht
nur den unsichtbaren Schöpfervater, sondern auch ihre Mutter verleugnen. Denn
in allen Schriften der christlichen Apologeten und der späteren Kirchenväter
bzw. frühchristlichen Denker ist nachweislich nichts anderes beschrieben, als
der Logos in Menschengestalt. Ob sog. Gnostiker oder ihre Gegner, alle
gingen ganz selbstverständlich vom präexistenten und damals sichtbaren
Gottessohn aus. Über wen in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung
ausführlich nachgedacht und aufgeklärt gestritten wurde, wird von heutiger
Theologie einfach überheblich als alte Mythenbildung und hellenistische
Verherrlichungslegende abgetan. Doch der Gottessohn und sein wahres Wesen war
das offensichtliche Tagesthema der damaligen Theologie. Es liegt an Euch
nachzuweisen, dass dies nun nicht nur eine hellenistische Einfärbung,
philosophische Beigabe zur besseren Rechtfertigung war, wie dies derzeit in der
theologischen Wissenschaft getan wird. Kein Glaubens- bzw. Gottessphantom
persönlicher Frömmigkeit oder christlicher Propaganda stand damals im
Mittelpunkt aller Diskussionen. Der philosophisch erkannte Logos wurde als
Gottessohn/präexistentes Wort gesehen und über sein Wesen heftig diskutiert.
Ihr müsst dafür sorgen,
dass die Aufklärung der Antike nicht weiter verleugnet wird. Denn die heute nach
dem historischen Jesus suchenden Wissenschaftler braucht aufgrund ihrer
Hypothese vom gutherzigen antiken Bin Laden der gesamte neue Geist, der in den
zahlreichen Bewegung der Zeitenwende immer deutlicher Zutage tritt, nicht zu
interessieren. Vernunft und Wissen
um die natürliche Ordnung, so haben sie von Kind auf gelernt, führt nur zum
Abbau des Glaubens. Ein aufgeklärtes Gottesverständnis kann so nicht vorkommen,
gab und gibt es nicht. Es wird Zeit, dass Ihr als Aufklärungsdenker Euch auf die
Socken macht.
1.3. Aufgeklärte
Wahrnehmung des Gotteswortes als Vernunftsprung, neues
Paradigma
Der Vernunftsprung, der
damals zum neuen Paradigma eines vernünftigen Gottesbewusstseins führte, wird
als Wurzel des christlichen Glaubens verkannt. Wer wundert sich da, wenn alle
Welt davon ausgeht, dass auch unser Aufklärungswerk den Menschen Gott nicht
näher bringt, sondern zum Abbau aller ewigen Wahrheiten führen muss, wie dies
heute leider Realität ist. Während
damals die Glaubensinhalte vernünftige Klarheit über Wort und Wille des einen
„wirk“-lichen, „tat“-sächlichen Schöpfers gaben, hält heutige Aufklärung und
naturwissenschaftliches Denken im jetzigen Paradigma vom Glauben ab, trägt auf
jeden Fall nicht zu einem vernünftigen Gottesverständnis bei. Der eigentliche
Sinn unserer Aufklärung wird durch das heute unhaltbar gewordene Verständnis der
biblischen Gestalten und Inhalte auf den Kopf gestellt.
Nicht
gnostisch-philosophische Weltfremdheit, Selbstverwirklichung und Selbsterlösung
stand auf dem Programm der antiken Aufklärung, sondern vernünftige,
allgemeingültig- und verständliche Offenbarung des einen Schöpfers, um einen
vernünftigen Lebensweg aufgrund einer höheren Logik zu finden. Der Weg zur Versöhnung mit Gott kann auch für Euch
keine Selbsterlösung im modernen Sinne sein, sondern war und ist der aufgeklärte
Verstand schöpferischer Vernunft als offenbarender Gottessohn. Wenn sich die
geistigen Bewegungen zur Zeit Jesus nicht auf einer einheitlichen Linie
bewegten, sondern den Logos/ die schöpferische Weisheit/ höhere Vernunft/ den
Gottessohn in verschiedene Begrifflichkeiten fassten oder in unterschiedlichen
Modellen nachwiesen, dann macht das doch letztlich nur deutlich, warum die
Euch bekannte Gestaltgebung in der Person des Wanderpredigenden Jesus die wahre
Aufklärung war. Gerade uns Medienmachern müsste doch klar sein, wie wichtig
eindeutige Bilder zur Vermittlung von komplexen und vieldeutigen Inhalten
sind.
Die Jünger Jesus bzw. die
Anhänger einer aufgeklärten Schöpfungslogik in Menschengestalt, lassen sich in
den durchaus unterschiedlichen Geistesströmungen der damaligen Zeit nachweisen.
Über ihr unterschiedliche Bedeutung und Sinnhaftigkeit kann vom Blickwinkel
heutiger Aufklärung und des nicht zuletzt durch neue Textfunde vorhandenen
Wissens neu nachgedacht werden: Welches Denken steht hinter Johannes, der als
Erster den Gottessohn erkannte? Auf welchen Fels gründete der neue Glaube? Wer
ist im Jerusalemer Herrenbruder Jakobus verkörpert? Und was hat es mit Thomas
oder Judas auf sich? Was können wir aus der realen Geschichte lernen, um den
lebendigen Logos Gottes nicht wieder für einige Silberlinge an alte Lehren zu
verraten? Nicht aus der hohlen Hand, sondern nur aufgrund konkreten Wissens
um die damaligen Denkrichtungen und der alten Textaufzeichnungen lässt sich über
diese wahrscheinlich nie endgültig zu beantwortende Fragen nachdenken. Doch wer
nur nach Fischern und Handwerkern forscht, die mit einem charismatischen
Religionsrebellen um den See Genezareth gezogen sind, der fordert auf, einem
Stern zu folgen, nach dem keiner der Weisen aus dem „Morgen“land damals Ausschau
gehalten hätte.
Was herauskommt, wenn sich
Schriftgelehrte, die den Verstand für den schöpferischen Logos bzw. eine
kosmische Vernunft verloren haben und moderne blind nachschreibende
Zeitungsmacher zusammentun, ist im „falschen Weihnachts-stern“ schwarz auf weis nachzulesen: Alle über
2000 Jahren den Geist unserer Gesellschaft tragenden Aussagen werden als
hoffnungsvolle Halluzinationen, „dramatischer Höhepunkt einer Illusionsstory mit
Happy End“ angesehen. Die Denke, in der wir in unserer Weihnachtsausgabe den
Stand der alttestamentlichen Forschung als „Lug und Trug, politische Propaganda“
geSPIEGELT haben, ist auf dem gleichen Mist gewachsen. Gerade Ihr als
angeblichen „Unternehmen Aufklärung“ steht daher in der Verantwortung kritisch
zu fragen.
1.4. Neuer klarer Verstand
des Schöpfungsworts, kein Schnee von Gestern
Wen wundert es, wenn
alles, was an Weihnachten in der Kirche erzählt wird, als Schnee von Gestern
gesehen wird. Wenn inzwischen die meisten Menschen den Glauben ablehnen, selbst
die noch in der Kirche sitzenden Traditionalisten denken, dass ihnen Jesus
nichts zu sagen hat, eine Beschäftigung mit ihm nur spielerischer Zeitvertreib
sei, dann hat das mit dem etwas zu tun, wie die im „falschen Stern“
zusammengefasste heutige Theologie als ihr historischen Wurzeln sieht. Was
damals Logos war, wird heute allenfalls als Glaubensmythos
gesehen.
Erst hier oben ist mir
klar geworden, dass der himmlische Gottessohn das eigentlich historische Wesen
war, das die Aufklärungs-Denker der Antike als reale Gestalt gesehen haben. Die
heutige Theologie auf ihre Aufgabe hinzuweisen, neu nach ihren Wurzeln zu
suchen, das ist es, was ich von Euch als meinen ehemaligen Mitstreitern fordere.
Weder will ich Euch hier vom Himmel aus diktieren, wie ihr denken sollt, noch
sollt Ihr Aufklärungsatheisten gar der Theologie Vorschriften machen. Nur die
Aufforderung zum aufgeklärten Weiterdenken sollte von Euch ausgehen. Denn wenn
im Namen des aufgeklärten Denkens weiter nur das als historische Tatsache
abbildet wird, was im „falschen Stern“ zu sehen ist, wird man mir hier oben im
Himmel Probleme machen. Die angebliche „Engelsgeduld“ hätte ihre Grenzen, wenn
die Gaben der Aufklärung weiterhin ungenutzt blieben und der Glaube – mit all
seinen Folgen - im Unverstand belassen würde.
Es kann doch nicht sein,
dass sich Heerschare von Wissenschaftlern mit einem Religionsrebellen
beschäftigen, der, wie ich bereits ich in meinem Jesusbuch nachwies, mit der
christlichen Religion und ihrer Lehre eigentlich nichts zu tun hat. Während
in der Antike das schöpferische Wort verstanden wurde, der Logos eine
Selbstverständlichkeit war, wird heute hochwissenschaftlich ein Kitschbild
gemalt, das nur noch peinlich ist. Solange der historische Jesus nur als ein
einfacher Mensch gesehen wird, bleibt die Suche nach dem eigentlichen Wesen des
christlichen Glaubens auf Grabtücher & Co beschränkt. Der
Sozialisationsprozess eines Menschen wird auf einen charismatischen jungen Juden
übertragen, um nachzuweisen, wie der in seiner Sturm- und Drangzeit dachte. Doch
was soll das bringen? Wäre nicht vielmehr der evolutionäre Entwicklungsweg
menschlicher Erkenntnis in der Lebensgeschichte Jesus nachzuvollziehen, als nur
menschliche Moralvorstellungen hineinzuinterpretieren.
Ein neues,
fortgeschrittenes Verständnis der schöpferischen Vernunft als das eigentliche
Wesen eines das jüdische Gesetz wie den hellenistischen Mythos übersteigenden
Glaubens, wird durch die heutige Form der Forschung
ausgeschlossen, kommt im derzeitigen
Denken nicht vor. Zig Millionen an Kirchen- und Staatssteuergelder werden
verschwendet, wenn nur das rauskommt, was im „falschen Stern“ nachzulesen ist.
(Nochmals: der Vorweihnachtsbeitrag über das Leben Jesus ist nur eine
Zusammenfassung eines theologischen Paradigmas, von dem die heutige Theologie
z.B. auch im soeben neu erschienen Buch mit aktuellen Aufsätzen hochangesehener
Neutestamentler über „Jesus in neuen Kon-texten“ ausgehen.) Doch es hilft nicht anmaßend anzuklagen,
dass der Bundesrechungshof damit beschäftigt werden sollte. Ihr als Aufklärer
müsst die Theologie auffordern, die Aufklärung der Antike ernst zu nehmen. Denn
wäre es nur das Verschwenden von Steuergeldern, so wäre es nicht weiter
tragisch. Wenn ich Euch bitte, die moderne Theologie aufzufordern, neu nach dem
Wesen des westlichen Glaubens zu suchen, dann geht es nicht um theologische
Besserwisserei. Ein heute machbares aufgeklärtes monotheistisches
Gottesverständnis, das an das antike Denken und dessen Glaubensbilder anknüpft
und ein dadurch erst mögliches vernünftiges gesamtgesellschaftliches Verhalten
wird versäumt, wenn wir weitermachen wie bisher.
Wer im „falschen Stern“
als der historische Jesus dargestellt wird, den hat es in der dargestellten
Banalität nicht gegeben. Nur in einer neuen Form der Forschung kann seine
wahrhaft historische Existenz nachgewiesen werden. Eigentlich müssten doch gerade die Wissenschaftler
wissen, dass keiner der antiken
Texte von einem historischen Menschen handelt, sondern alle den Gottessohn zum
Thema hatten, der als Mensch gesehen wurde. Die stupsnasige Nachbildung, die
heute wissenschaftlich herumgereicht wird, ist eine Kunstfigur, die im blinden
Nachvollzug einer antiken Gestaltgebung des Gottessohnes letztlich nur dem Kopf
von heutigen Schriftlehrern entsprungen ist. Doch durch heutige
Religionswissenschaft wird das eigentliche Wort des einen Schöpfers, das damals
als Gottessohn in Menschengestalt lebendig war und das neu in allem natürlichen
Werden nachzuweisen ist, verleugnen. Nicht nur das antike Wesen des christlichen
Glaubens bleibt so unbeachtet. Auch die eigene Textheimat, aus der der
inzwischen zur völligen Belanglosigkeit
zusammengestutzte Reformjude mit zufälligem Namen Jesus abgeleitet werden
soll, wird nicht mehr geglaubt. Die heutige Hochschullehre scheint so
vernarrt in einen belanglosen Gutmenschen, dass sie selbst das, was sie als
einziges Zeugnis in Händen hält und daraus ihre Banalhypothese ableiten will,
nicht wirklich ernst nimmt. Was ursprünglich Logos war, soll allenfalls als
Mythos bewahrt werden. Gleichwohl auch die Wissenschaftler ihre Aussagen von den
Texten ableiten, wird einfach übersehen, was dort über den historischen Jesus
ausgesagt wird. Nicht die in der Bibel ausführlich beschriebene Lichtgestalt,
sondern deren Banalisierung als einfacher Menschen ist die unhaltbare
Legende.
1.5. Statt
„Entmythologisierung“ den Logos der beibehaltenen Mythen suchen und
sehen
Wie zu meinen besten
irdischen Zeit denkt der „falsche Stern“, durch die Wegnahme der hoheitlichen
Lehren den historischen Grund christlichen Glaubens entpacken zu können. Doch
diese Form der Entmythologisierung ist längst selbst zum Mythos
geworden. An keiner Stelle des Neuen
Testamentes, und noch weniger der gesamten zum Teil erst heute freigelegten
theologischen Literatur der Zeitenwende, ging es um einen Menschen. Wie Ihr
wisst, habe ich das in meiner kritischen Analyse „Jesus Menschensohn“ fundiert
begründet. Doch auch wenn ich einer der Wenigen war, die an einem historischen
Menschen gezweifelt haben, so war es für mich damals noch nicht möglich, dem
christlichen Wesen, das die westliche Welt, all unser Denken geprägt und
entwickelt hat, eine konkrete Gestalt zu geben. Ich war noch gezwungen, einen
Menschen für das einzig historische Wesen zu halten. Und somit stand damals für
mich fest, dass dessen Verherrlichung nur ein Menschenwerk war. Solange der
Logos allen Lebens, die Vernunft der gesamten kosmischen Ordnung als Grund eines
aufgeklärten vernünftigen Glaubens noch verborgen ist, liegt es auf der Hand,
dass an einem jungen Religionsgründer bzw. menschlichen Gründergestalten
festgehalten wird. In meinen Ausführungen über den menschenleeren Thron, der
sich auf Eure Weihnachtsausgabe über die angebliche Unwahrheit der Bibel bezog,
habe ich darauf hingewiesen, dass jetzt die Zeit gekommen ist, in aufgeklärter
Form neu nachzublättern.
Die neue vernünftige
Vermittlung zwischen der Welt des Naturwissens und daraus abgeleiteter
philosophischer Überlegungen und des christlichen Glaubens, das ist Eure Chance
als Aufkärungs-medium. Während die heute Theologie in Vorstellungen gefangen
scheint, die nach wie vor trennen, Schöpfungshandeln und natürliches Werden
nebeneinander stellen, ist Euch durch die von der Aufklärung geschaffene
Denkfreiheit die Möglichkeit gegeben, zu einem ganzheitlichen Verständnis
aufzurufen: Das Wesen, dem wir all unser Wissen und alles Werden verdanken, mit
wachem Verstand neu wahrnehmen. Hierzu solltet Ihr als meine Nachfahren die
heutige Theologie herausfordern.
Es kann doch nicht sein,
dass das, was ich damals – noch blind für das eigentliche christliche Wesen -
als revolutionäre Thesen verbreitete, weiterhin einziger Stoff der Theologie
bleibt. Denn genau diese Denkweise strahlt aus dem „falschen Stern“. Der
präexistente Gottessohn wird als unhistorischer (Menschensohn) abgehakt und nach
einem einfachen Religionsrebellen gesucht. Ein knabbeinnasiger Bartträger, der
von der Uni Manchester als Spross eines Handwerkers nachgezeichnet wurde, stiert
in der Weihnachtsnummer des Stern die Leser an, dass es einem Angst und Bange
werden könnte. Doch so sieht der Gottessohn, den mir das in Paulus
personifizierte neue monotheistische Paradigma hier im Himmel vorgestellt hat,
in dem Johannes als erster den wahren Gottessohn erkannte und der mich, nicht
zuletzt wegen meiner autonomen/gesetzesfreien Denkweise zum „Chefaufklärer des
christlichen Glaubens“ auszeichnete, ganz und gar nicht aus.
1.7. Bedeutung der Bilder
als Medium der Vermittlung schöpferischer Vernunft
Als alter Medienmann habe
ich zwar Verständnis, dass man die hinter allem Werden stehende präexistente
Vernunft/den Logos/Sinn allen Lebens in eine konkrete Gestalt gefasst hat. Aber
was im „falschen Stern“ davon zu sehen ist, ist nur noch eine Lächerlichkeit,
kein Logos mehr. Das hat mit dem historischen Jesus Christus, der an Weihnachten
besungenen fleischgewordenen Weisheit Gottes, dem Wort in Person, Licht der
Welt.... nichts zu tun. Wer damals die Wunder bewirkte, von Blindheit befreite,
die lahm gewordene Lehre zum Fortschritt bewegte und in Menschengestalt
nachweislich messianische Wirkung hatte, weil nur so das Denken der westlichen
Welt weitergeführt wurde, war ein ganz anderer, als die aus dem „falschen Stern“
stierende Stupsnase.
Hätten sich doch unsere
Ahnen nur an das jüdische Bilderverbot gehalten. Zu frühen Zeiten mag es sehr sinnvoll gewesen sein, von
einem messianisierten Menschen auszugehen. Denn der wurde noch als Christus
ernst genommen. Noch bis zum Beginn der Aufklärung gab es keine Zweifel, galt
das, was in der Bibel über den präexistenten Gottessohn stand als
unhinterfragbares Gesetz. Doch heute, wo theologischer Verstand weiter sein
sollte, wird nur noch Abbau betrieben. Statt verständlich zu machen, um was es
im präexistenten Wesen Jesus geht, wird dieses als christlich-hellenistische
Erfindung abgetan. Doch aufgrund des autonom aufgeklärten Geistes, für den meine
Name steht, kann heute neu über das bisher gedachte hinaus nachgedacht
werden. Genau dazu solltet Ihr als Aufklärungsorgan und meine autonomen
Nachfolger die Hochschullehrer auffordern. Sie sollten endlich aufhören, nur
nach einer Erklärung für eine antike Religionspropaganda oder ein persönliches
Glaubensphantom zu suchen. Sie sollten das Wesen des christlichen Glaubens nicht
weiter herabzuwürdigen, sondern dort Ausschau halten, wo die Hellenisten und
Hebräer sahen und das Gotteswort verstanden haben.
Wenn selbst junge
Theologen, die es eigentlich viel besser wissen müssten, den heute im „falschen
Stern“ abgebildeten für den historische Jesus halten, dann wird die Bedeutung
des jüdischen Bildverbotes mehr als deutlich. Doch wenn sich nach den ersten
Jahrhunderten, in denen keine Abbildung von Jesus zu sehen war, dann doch der
Christus gemalt wurde, wie er auf dem Titelbild des Stern zu sehen ist, dann
zeigt sich nicht nur, wen die damaligen Maler für das eigentliche Wesen hielten,
sondern auch, dass es sich bei dem Messias/Christus nicht um ein Glaubensbild
als eine Art Miniaturausgabe Gottes gehandelt hat, wie heute an theologischen
Hochschulen und zu hören ist. Denn einen Christus als eine Art persönlichen
Mini-Gott zu malen, auf diese absurde Idee wäre keiner der frühchristlichen
Maler gekommen. Die Abbildung eines Gottes-Wesens, als das heute der
„Christus des Glaubens“ verkündet wird, wäre damals undenkbar gewesen. Vielmehr
muss davon ausgegangen werden, dass die damals noch präsente Vernunft Gottes –
niemals Gott selbst - in eine ikonenhafte Christus-Gestalt gefasst
wurde.
1.8. Neu selbst verstehen,
statt Altes falsch abschreiben
Ihr habt im „falschen Stern“ das beste Beispiel,
welchen Irrsinn die von den Theologen hochgehaltene Hypothese eines historischen
Menschen hervorbringt. Wer nur von einem „mit 20 Jahren als wandernden
Weltverbesserer und das Gottesreich verkündenden durch Palästina ziehenden
Prediger“ ausgeht, der kommt genau zu einem solchen Stuss. Wie wenn die
Denker der Antike einem charismatischen Wanderprediger nachgelaufen, diesen
verherrlicht hätten. Eine Art Andreas Baader oder Fritz Teufel, „der den
Mächtigen zum Ärgernis wurde“, wird gemalt. Schlimmer geht’s kaum. Das kommt
raus, wenn aufgeklärte Atheisten den Kirchenwissenschaftlern blind
nachschreiben. In dieser Hinsicht könnt Ihr allerdings unserer Konkurrenz die
Hand reichen. In Eurer Weihnachtsausgabe habt Ihr, wie ich Euch bereits
geschrieben habe, ähnliches vom Alten Testament geSPIEGELT, so dass dann alles
als Lug und Trug zu sehen war, was in der Bibel steht: „Die (menschliche)
Erfindung Gottes“, war daher das Ergebnis Eures Titel, gleichwohl Ihr den im
jüdischen Weltbild von Menschen leeren Thron mit zum Thema hattet. Was in der in
der Antike als unsichtbarer Vater einer universellen und ewigen Vernunft/des
Gottessohnes gesehen/offenbar wurde, was die Hebräer als unsichtbar
bleibenden Sprecher des präexistenten Worts verstanden, wurde so zu einer puren
menschliche Einbildung. Was aufgeklärter Geist der Antike philosophisch als
allumfassende Realität erkannte, wurde vom „falschen Stern“ ausgehend auch von
Euch folgerichtig allenfalls als Placebo der Gestrigen gesehen. Wo das
schöpferische Wort nicht verstanden und wahrgenommen wird, gibt es keine ewigen
Wahrheiten, keine Werte, keinen gemeinsamen Sinn mehr, der sich durch die
Schöpfung be-stimmen lässt. Die Welt wird sinn- und wert-los, Ethos
allenfalls zur menschlichen Mehrheitsmoral. Alte Gesetze werden beliebig gedreht
und gewendet. Genau das ist die Konsequenz, die sich durch theologische
Kurzschließerei ergibt, die Ihr ähnlich wie der Stern als Weihnachtsausgabe
geSPIEGELT habt. Wenn Ihr aber nicht sinn-los leben bzw. weiter nur alte
Dogmen abstreiten und im Un-sinn schwimmen wollt, solltet Ihr weiter denken, als
bisher gedacht wurde bzw. wozu die „Geist“lichen auffordern.
Freunde der Aufklärung:
Hier für Klarheit sorgen, die Theologie dazu bewegen, ihre Gaben zu gebrauchen,
um Euch den Logos/Sinn des natürlichen schöpferischen Lebens zurückzugeben, das
ist Eure Auf-gabe. Um ein solches Neuverständnis ging es damals auch in der
Denkwerkstatt von Qumran, aus der neue Textfunde bei uns auf dem Weihnachtstitel
geSPIEGELT waren.
Das reich bebilderte „Dokument des Nichts“ (damit allerdings auch Aufruf zu einem Neuverständnis) das in den Bildern der Weihnachtsnummer des „Falschen Stern“ zu sehen ist, entspringt zum Teil einem Dokumentarfilm über die Lebensgeschichte Jesus, die dem weihnachtlichen Fernsehvolk vorgesetzt wird. (Ausführungen unter: http://www.theologie-der-vernunft.de/ haben sich bereits im vergangne Jahr ausführlich damit auseinandergesetzt. Auch über die Werkstatt eines neuen Denkens und unvoreingenommenen Erkennens von Qumran sind dort Überlegungen zu finden.)
Wer solche Bilder in sich
eingesaugt hat, wie sie im von angesehenen Wissenschaftlern kommentierten
Fernsehdokumentarfilm und im „falschen Stern“ zu sehen sind, wird sich von den
Banalitäten des dort gezeigten historischen Jesus kaum befreien können. Doch
statt nur weiter den Vorwurf der Volksverdummung zu erheben, solltet Ihr als
meine Nachfahren zum aufgeklärten Verständnis aufrufen. Denn es geht, wie die
Religionswissenschaftler doch inzwischen längst wissen, keinem der Evangelisten
um den Sohn eines Zimmermanns, der hier hochwissenschaftlich nachvollzogen wird.
Erspart es mir, die in meinem Dialog mit Johannes erörterten Fragen und in
zahlreichen Texten nachzulesenden Gedanken alle zu wiederholen. Kein
charismatischer Sonderling, sondern der Logos, die schöpferische Vernunft in
Menschengestalt, wurde zur Leitfigur des Abendlandes, ist Vorbild gerade für uns
im „Unternehmen Aufklärung“. Zu dessen aufgeklärter Erkenntnis beizutragen, hier
liegt die historische Aufgabe gerade für Euch.
Ich fürchte beinahe,
unsere Freunde vom „falschen Stern“ haben wieder mal blind abgeschrieben. Denn
wie bereits erwähnt, wurde mir erst von hier oben aus klar, dass es der falsche
war, den ich in meinem Buch damals weg-rationalisiert habe. Der Nachfahre des
großen Judenkönig David, den Ihr in Eurer Kurzschließerei nur als einfachen
Judenfürsten weiterleben lassen wolltet, lebt weiter. Gerade weil es bei ihm
ebenso wenig wie bei Adam, Abraham, Moses oder David nur um einen einfachen
Menschen mit Sonderbegabung, sondern um geistesgeschichtliche Realitäten der
evolutionären Entwicklung des menschlichen Denkens ging. Doch der Stammbaum
Jesus, der im Weihnachts-Stern abgebildet
ist – sich jedoch nie und nimmer auf einen Stupsnasigen bezieht - stimmt
wirklich. Im Denken des jüdischen Volkes liegen die Wurzeln für das Verständnis
des Gotteswortes, das scheinbar alles menschliche Denkvermögen übersteigt und
doch immer wieder neu verstanden werden kann und muss. Auch ein
Neuverständnis des Alten Testamentes kann heute, aufgrund aller auf dem Tisch
der Theologie liegenden historischen Fakten, zu denen auch die bei uns in der
angeblich alle Wahrheiten wegwischenden Weihnachtsgabe geSPIEGELTEN Erkenntnisse gehören, neu verstanden
werden. Und dieses neue Verständnis des Alten Testamentes wird auch helfen, das
Neue zu verstehen, so das Wesen des monotheistischen Glaubens in allem
natürlich-lebendigen Gotteswort aufgeklärt wahrzunehmen.
1.9. Die geistige Freiheit
nutzen, um endlich die theologischen Tatsachen zu erkennen
„Wer die Wahrheit finden
will muss tiefer schauen“, da haben die Brüder vom „falschen Stern“ recht. Doch
wie damals bei den Hitler Tagebüchern haben sie wieder einfach etwas
nachgedruckt, was nur ein Kunstprodukt ist. Doch während sie sich damals nur
selbst lächerlich gemacht haben, ist es heute bitter ernst. Wenn der ewige
Logos, das schöpferische Wort mit Stupsnase abgebildet wird, dann ist vom Sinn
der Welt logischerweise nichts zu sehen.
Einen „klaren Kopf“ muss
man wirklich haben, völlig frei von Vorurteilen, wenn man helfen will, die
Wahrheit über Weihnachten ans Licht zu bringen. Genau daher soll ich mich an
Euch wenden. Da gerade Euch die geistige Freiheit gegeben ist, sollt Ihr die
aufgeklärte Theologie dazu auffordern, nicht weiter nach einer Lappalie zu
suchen, sondern den Logos allen Lebens in der Krippe zu erkennen. Fordert die
Theologie dazu auf, ihre Hausaufgaben zu machen und neu nach dem historischen
Jesus zu suchen. Stellt Fragen, Fragen, Fragen... die nicht nun nicht mehr
nur zum Abbau, sondern einer neuen Erkenntnis der ewigen Wahrheit
führen.
Räumt auf mit
schwachsinnigen Argumentationsketten, die nur zum Abriss des unsere Kultur
tragenden Geistes führen. Nutzt den Euch gegebenen freien Geist der Aufklärung,
um die Vernunft Gottes in Person des Jesus von Nazareth und die Notwendigkeit
ihrer ganzheitlichen Wahrnehmung und anbetenden Verehrung als menschliche
Gestalt neu zu verstehen.
Auf Freunde, an die
Arbeit, das „Unternehmen Aufklärung“ geht weiter.
Es grüßt
Euch
der Geist
kritisch-autonomer Aufklärung, personifiziert in einem Engel mit Namen
Rudolf
Augstein
Anmerkungen zum Ossuar des Jakobus.
(Ein zufälliges Beispiel, wie die historische Erkenntnis genau das Gegenteil von dem zutage fördert, was heute als historisch vermutet wird und wie die Vernarrtheit in einen armseligen Gutmenschen den Blick für das freigelegte christliche Wesen und ein notwendiges Neuverständnis der neutestamentlichen Inhalte verbaut.)
2.
Historischer Beweis für den Gottessohn in Jerusalem
Gerade der sensationelle
Fund, der derzeit in Amerika große Wellen schlägt bzw. seine wissenschaftlich
Auswertung zeigt, dass die Hypothese vom historischen Handwerkersohn, der als
armseliger Prediger durch die Lande zog und dem anschließend in Antiochien eine
hellenistische Christologie-Lehrte übergestülpt wurde, unhaltbar geworden
ist.
Doch noch
schlimmer:
Der durch den Fund
freiwerdende Blick auf den Grund christlichen Glaubens wird durch die
Beschränkung auf einen menschlichen Gründer, der Bruder des herrschaftlich
bestatteten Jakobus gewesen sei, verhindert. Was in Silvan unterhalb des
Jerusalemer Tempelberges wirklich so „gigantisches“ gefunden wurde, bleibt auf
der Strecke, solange wir nur den
armen Bruder der reichen
Jakobus vor Augen haben.
Endlich hofft man einen
ersten historischen Beweis für den historischen Menschen gefunden zu haben, der
auch eine Frühdatierung ermöglicht. Denn was man bisher in der Hand hielt, waren
nur die Biografien der synoptischen Evangelien und das berühmte Papyrus P 52 von
Joh. 18, aus dem Jahre 135. Jetzt denkt man den Nachweis für den historischen
Jesus schon in die Zeit vor 70 verlegen zu können. Sind doch auch die
vorliegenden Evangelientexte erst aus dem 2 Jahrhundert und wird nur aufgrund
ihres Inhaltes auf eine Vordatierung der Verfassung geschlossen. Doch was hat
man mit dem Fund wirklich vorliegen? Wäre es nur ein historischer Gründer, der
Hoffnungen auslöste und dem dann ein „Happy Ende“ zugeschrieben wurde, dann käme
genau das heraus, was heute im „falschen Stern“ von aller Welt logischerweise
geschlossen wird.
Alles andere bliebe
frommem Glauben heutiger Anhänger überlassen, die dann allerdings außerhalb des
historischen Jesus glauben. Auch wenn dieser im Munde geführt wird und man
verzweifelt an seiner menschlichen Gestalt festhält, zum heutigen Glauben führt
er nicht. Der Glaube gründet auf einen imaginären oder gar selbstgesetzten
Christus, der dann nur eine andere Bezeichnung für Gott selbst ist – und den
kann man selbst nicht sehen/verstehen. Der den Vater erst offenbarende
Gottessohn/das Schöpfungswort, das die Antike verstand, bleibt so
unbeachtet.
Der Grund unseres Glauben,
das Präsent werden des Gotteswortes in Menschengestalt, das Licht im Logos der
Welt, der von Gott geschenkte Menschensohn, von dem gerade an Weihnachten so viel
die Rede ist, wird ausgeschaltet, wenn in blindwütiger Wissenschaftlichkeit
weiter nur nach einem Wanderheiler als Bruder eines Jakobus gefragt
wird.
· Doch belegen nicht gerade die Funde, dass es auch in Jerusalem damals um weit mehr ging als das, was heute an den Hochschulen als historischer Jesus gelehrt wird?
· Wenn aufgrund des Jakobus-Ossuar die Apostelgeschichte oder Apokryphen neue Historitzität erhalten, muss dann nicht neu nach der gesamten historischen Wahrheit gesucht werden?
· Können Apokryphen und Apostelgeschichte (die in völlig unterschiedlicher Form die Lebensgeschichte des Jakobus erzählen) weiter als Legendenbildung abgetan werden oder liegt hier ebenso wie in allen anderen Aussagen eine historische Wahrheit zugrunde, die neu gesucht werden muss und weit über die legendäre Lebensgeschichte historischer Wandermissionare hinausgeht?
· Kann z.B. in der Gestalt des Jakobus nicht wirklich das letzte Bindeglied zwischen Christentum und Judentum, einem neuen Gottesverständnis und dem alten Gesetzesglauben gesehen werden? Müssen wir nicht endlich anerkennen, dass die theologische Auseinandersetzung, die in der Apostelgeschichte dargestellt wird, die historische Wahrheit in Personen fasst, die weit mehr sind als bisher angenommene Geschichtsgestalten?
· Gilt die Inschrift auf dem Steinsarg wirklich nur einem leiblichen Bruder oder ist nicht gerade durch den Fund belegt, dass es in diesem ersten öffentlichen Bekenntnis zu Jesus um weit mehr geht?
· Wenn aber die Vorstellung vom armseligen unbeachteten Missionsprediger überdacht werden muss, dann können wir doch nicht halt machen beim Wandel vom armen Wanderheiler in eine hochgestellte menschliche Persönlichkeit, zu der sich sein 30 Jahre später gestorbener Bruder bekannte. Eine hochstehende Predigerpersönlichkeit, die eine Benennung auf dem Steinsarg rechtfertigen würde, ist laut historischer Forschung nicht real. In keinem zeitgeschichtlichen Text wird über eine solche allgemein bekannte Persönlichkeit geschrieben. (Genau darum hält man ja den Ossuar als erster historischer Beweis für so wichtig.) Wie sonst aber, als über einen historischen Menschen hinausgehend, lässt sich die durch die Sarginschrift nachzuweisende Hoheitlichkeit des wirklich historischen Jesus begründen?
· Und wenn wir nun plötzlich nicht nur in Antiochien eine hoheitliches Wesen sehen, sondern auch in Jerusalem, muss dann nicht die gesamte Hypothese heutiger Hochschultheologie hinterfragt werden?
· Kann die Hypothese, von einer hellenistischen Christologie, die losgelöst vom historischen Jesus war, in die sich die moderne neutestamentliche Lehre flüchtete, weiter aufrecht erhalten werden? Während man bisher meinte zu wissen, warum in Antiochien oder Alexandrien Christologien verfasst wurden und in Jerusalem nur ein historischer Mensch war, muss dies m.E. schnellstens überdacht werden. Denn der Fund das auf den Kopf, was die bisher den historischen Jesus zur Belanglosigkeit herabwürdigende Theologie ausgedacht hat, um einen Erklärungsgrund für die hellenistischen „Hoheitstitel“ zu haben. Denn scheinbar wurde auch in Jerusalem von einer Hoheit ausgegangen.
· Ist der Steinsarg nicht vielmehr ein „Identity-Marker“ für den Messias in Menschengestalt als das einzig historisch Halt- und Nachweisbare, als für einen einfachen Menschen?
· Wie können wir weitermachen, wie wenn es beim historischen Jesus nur um einen jungen Juden ging, der mit seinen Anhängern um den See Genezareth zog, in Kapernaum sein Standquartier hatte und in Galiläa lehrte?
· Kann uns nicht auch die gesamte geistige Auseinandersetzung zwischen Judentum und Christentum zeigen, wie wichtig es war, dass das lebendige Gotteswort, die schöpferische Weisheit, griechisch Logos, heute höhere evolutionäre Vernunft als Mensch erst den Menschen präsent werden konnte, messianische Wirkung entfaltete?
(Die folgenden Überlegungen sind adressiert an einen jungen Theologen, der durch seine Ausführungen über den Ossuar des Jakobus - zufällig am Abend des gleichen Tages, an dem der Stern seine Vorweihnachtsausgabe mit dem Titel über den Stand der neuesten Jesusforschung herausbrachte - Anlass zu den oben gemachten Anmerkungen gab.
Gleichzeitig an die moderne Theologie, die durch ihre neuen Erkenntnisse über die Entstehung der alt- und neutestamentlichen Texte, sowie die gesamten Wurzeln christlichen Glaubens die Chance zu einem neuen christlichen Selbstverständnis beitragen kann, um so die Trennung zwischen Denken/Wissen und Glauben aufzuheben und zu einem neuen aufgeklärten Gottesverständnis zu führen.)
3. An
die moderne Theologie
Sehr geehrter Herr Dr. Sasse,
nach all unserem Wissen können wir nicht weitermachen wie bisher. Warum fällt es uns so schwer, die biblischen Aussagen – von Moses über die Propheten und die sich in David und Salomo ausdrückende Weisheit Gottes, bis Paulus - als Aufruf zu einem ewigen Neuverständnis des Gotteswortes in allem sichtbaren Werden zu verstehen? Warum sind wir nicht bereit, aufgrund all unserer heutigen Erkenntnisse über die Entstehung der Bibel und das alte Denken, auf neue Weise nach dem antiken christlichen Gottesverständnis zu fragen? Warum reden wir nur über Abraham, der bereit war seinen eigenen Sohn zu opfern und dafür diesen nicht nur behalten durfte, sondern auch beschenkt wurde, ohne zu handeln? Warum muss das Wesen des christlichen Glaubens ein historischer Wanderprediger gewesen sein und nicht das in allen Lebensprozessen auf antike Weise wahrgenommene Wort Gottes? Warum sind wir nicht bereit, in allen Gestalten die Ausprägungen des Gotteswortes selbst oder seiner verschiedenen Vertreter zu suchen, sondern halten einfache Menschen und deren fromme Meinungen für die einzigen Autoritäten?
Warum halten wir
die Menschen vom Glauben ab, indem wir ihnen weiter Unglaubwürdigkeiten als
Glaubenswahrheiten vorsetzen?
3.1. Neu nach dem historischen Jesus suchen
Sie wissen, dass ich mit den aus Ihren Ausführungen abgeleiteten Überlegungen zum Ossuar des Jakobus nicht den Beweis für die von mir verlangte neue Suche nach dem historischen Jesus erbringen will. Es ist für mich nur ein kleines weiteres Mosaik, dass sich selbst in den wenigen außerbiblischen Hinweisen, die heute als Beweis für den historischen Jesus hochgehalten werden, eigentlich nicht nur ein Mensch, sondern der hoheitliche Jesus erkennen lässt. Wenn Sie die als außerevangelistische Geschichtsschreibung angesehenen Erwähnungen Jesus analysieren, werden Sie mit Sicherheit zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Gleichwohl man sicher bei aller antiker Literatur die Frage zu stellen muss, ob man sie als Geschichtsschreibung im heutigen Sinne lesen kann, scheint mir auch aus den oft als Nachweis für den Menschen Jesus erwähnten Stellen der Christus als das eigentliche historische Wesen hervorzugehen.
Doch Ziel all meiner Überlegungen ist es nicht, wie dies in der Vergangenheit oft getan wurde, einen historischen Jesus abzustreiten, sondern ihn vielmehr als Geschichtswesen nachzuweisen. Die bei den meisten heutigen Theologen übliche Trennung zwischen einer geschichtlichen und einer Glaubensgestalt/-Wahrheit gibt es in meinem Denken nicht. Vielmehr bin ich mir sicher, dass sich der Logos/Weisheit/Wort Gottes in Menschengestalt als das eigentliche historische Wesen logisch nachvollziehen lässt. Die Aufgabe der Theologie wäre es m.E., nicht nur nach den Knochen eines „Zweibeiners“ zu suchen, sondern den Nachweis für die messianische Wirkung des Gotteswortes in Menschengestalt zu erbringen. Mir allein fehlt dazu nicht nur das Wissen. Ich bin nur ein nicht ernst zu nehmender Schrei eines Laien.
Der Beweis bzw.
die logische Schlussfolgerung für den natürlich-schöpferischen
Logos/Gottesweisheit/Wort als vernünftig nachvollziehbaren Grund eines damals
aufgeklärten und heute neu
nachvollziehbaren Glaubens, lässt sich nur aufgrund des Wissens erbringen, das
bei Ihnen bzw. der modernen Theologie heute vorhanden ist.
Wenn ich die Aussage der heutigen Theologie aufgreife, dass die Evangelien nur vom Auferstandenen Jesus Christus aus geschrieben sind, dann will ich sie nicht als unhistorisch betrachten. Ganz im Gegenteil: Sie enthalten die geschichtliche Wahrheit vom Wirken des schöpferischen Wortes.
Wenn, wie Ihr Doktorvater Klaus Berger verlangt, Johannes vordatiert werden muss, dann zeigt sich doch auch hier ein weiteres Beispiel, dass wir nicht weiter zwischen den Evangelien als historisch wahr einerseits und Glaubensaussagen andererseits trennen können, sondern sie im Sinne der Antike allegorisch verstehen müssen. In der gesamten Glaubensliteratur (vom Alten Testament bis zur den Texten der Kirchenväter) kann das schöpferische Wort/griechisch Logos als das grundlegende Wesen nachgewiesen werden. Wie Sie wissen, versuche ich selbst Ihre Aussagen über die Psalmen oder Apokryphen, ebenso die Betrachtungen der Apokalyptik und Prophetie als Ausdrucksformen dessen zu verstehen, den ich als historischen Jesus und in aller Natur nachvollziehbares Wesen nachweisen will. Um messianischen Wirkung zu entfalten, vermittelbar zu werden, vor Verflüchtigung zu bewahren, die verschiedenen Vorstellungen auf einen Nenner zu bringen.... musste er eine menschliche Gestalt annehmen. In der Argumentation der Kirchenväter, z.B. bei Origenes gegenüber der Kelsos (phil. Sichtweise), kann diese Argumentation nachvollzogen werden.
Mehr noch als in den Evangelien lässt sich m.E. in den paulinischen Texten (als deren Verfasser ich wahrhaft aufgeklärte Theologen sehen, die über das traditionelle Gesetz hinaus, vom lebendigen Logos/Wort ausgingen und dessen Heilswirkung beschrieben) die Logik der christlichen Lehre nachvollziehen. Erst wenn wir nicht weiter nur einen verherrlichten Wanderprediger vor Augen haben, nach dem die gesamte theologische Welt sucht, kann die Bedeutung des wiederverstandenen Gotteswortes für das aufgeklärte Denken der Antike bzw. die messianische Wirkung dessen greifbarer Geschichtsgestalt nachvollzogen werden. (All dies habe ich oft verzweifelt versucht, bereits in anderen Texten zu begründen.)
Mir will es einfach nicht in den Kopf, wieso kein theologischer Wissenschaftler bereit ist, das im antiken Denken lebendige Wort/Logos als das eigentliches Wesen des christlichen Glaubens zu überprüfen und die von dieser aufgeklärten Gotteswahrnehmung ausgehende Heilswirkung nachzuvollziehen. Es kann doch nicht sein, dass statt dessen an theologischen Hochschulen ganze Heerscharen von Wissenschaftler damit beschäftigt sind, die Kopfform eines stupsnasigen Handwerkersohnes nachzugestalten.
Ich hoffe Sie
verstehen, warum ich mir wie auf einem anderen Stern vorkomme, wenn dann von
heutiger Hochschultheologie nur in Dingen, wie der Inschrift auf dem Kreidesarg
des Jakobus nach dem Beweis für die Historizität Jesus gesucht wird. Es kann
doch nicht meine Aufgabe als unwissender Laie sein, nach dem in der Antike
wahrgenommenen schöpferischen Wort als dem eigentlichen und wahrhaft
messianischen Wesen zu forschen, um so zu einem aufgeklärten Glauben zu führen.
Ich verlange nicht, dass man meinen laienhaften Gedanken einfach folgt, irgend
etwas einfach glaubt. Das wäre das genaue Gegenteil vom dem, was ich als
urchristlichen Glauben sehe. Doch wäre es nicht wenigstens ein kleines
Nachdenken wert?
3.2. Bitte um eine kleine Spende
Selbst Ihre Vermutung,
dass Jakobus einer der Sammler der Jerusalemer Kollekte war, will ich
nachvollziehen, auch wenn ich keinen Silberlingesammler sehe. Vielmehr vermute
ich in der auch bei Paulus oft genannten Kollekte eine Sammlung geistiger
Spenden, durch die das außerhalb der alten Tradition und nicht auf das alte
Gesetz, sondern den Gottessohn/Christus selbst bauende neue
Gotteswortverständnis damals allen Ernstes um seine Bestätigung bat. In
der Auseinandersetzung mit Ihren Aussagen auf dem Studientag in Landau, wo ich
in Paulus endgültig eine Personifizierung des neuen theologischen Paradigmas
sah, wie ich unter „Logik der christlichen Lehre“ versuchen will zu belegen,
suchte ich nach einer Erklärung für die in den Briefen jeweils erhobene
Spendenbitte. Denn nach meinem Verständnis von Paulus kann es nicht um ein
antikes „Brot für die Welt“ gegangen sein. Da ich aber die Briefinhalte erst
nehme, gerade weil ich in Paulus nicht nur einen propagandistischen
Wandermissionar sehe, der andere zu einem neuen Glauben überredete und um
Geldspenden bettelte, sondern ein neues monotheistisches Paradigma, dessen
verschiedene Verfasser sich auf Christus berufend unter dem Pseudonym Paulus
ausdrücken, muss es m.E. auch bei den Spendenbitten um mehr gegangen sein, als
bisher angenommen. Wenn das Christentum als eine geistige Bewegung zu sehen ist,
die in einem Wiederverständnis des präexistenten Gotteswortes bzw. dessen
menschlicher Ausprägung eine messianische Wirkung erwartete, dann galt es dafür
die Kollekte zu sammeln. Nur so war eine Anerkennung im angestammten Denken, dem
„ alten Jerusalem“ möglich. Und zwischen dem alten und neuen Denken zu vermitteln, könnte die Aufgabe der
Jakobus genannten Gestalt gewesen zu sein.
Wie wir wissen, ist dem
Christentum die Anerkennung durch das damalige Pharisäertum versagt geblieben.
Doch wenn stimmt, was ich – nicht zuletzt aufgrund all Ihrer fachkundigen
Ausführungen – über die antiken Ursprünge des christlichen Glaubens denke, dann
sind wir heute wieder zum reinen Gesetzesglauben zurückgekehrt, missachten das
lebendige Wort/den Logos allen Lebens, von dem m.E. gerade heute messianische
Wirkung ausgehen könnte.
Auch wenn Sie, ebenso wie
Klaus Berger von Wanderprediger als dem historischen Wesen ausgehen, so scheinen
unsere Sichtweisen der biblischen Wahrheit und des geschichtlichen Geschehens,
so weit nicht voneinander entfernt. Letztlich habe ich nur versucht, laienhaft
und unbedarft aus dem, was ich u.A. bei ihnen und Ihrem Doktorvater höre und
lese, neue Schlüsse zu ziehen. Und daraus ist mit jeder weiteren theologischen
Ausführung eine Gewissheit gewachsen, die mich einfach nicht ruhen lässt.
Stellen Sie sich vor, was ich denke würde stimmen?
Die Spende, die ich von
einer aufgeklärten Theologie erwarte, ist nicht mehr, als ein wenig über das
bisher Gedachte hinaus nachzudenken. Nur dass die von mir vertretene Sichtweise
des historischen Jesus bisher weitgehend unbekannt ist, keiner der angesehenen
Theologen bereit ist, an einem einfachen Menschen zu zweifeln, kann kein Grund
sein. Welche Fakten sprechen dagegen? Welche Logik hält uns davon ab, den
Logos/das schöpferische Wort als das grundlegende Wesen des christlichen
Glaubens zu sehen? Welche negativen Konsequenzen würden sich daraus ergeben? Was
spricht dagegen, dem schöpferischen Wort/Logos des natürlichen Werdens wieder
die ursprüngliche Ehre zu geben?
3.3. Den Logos nicht als
menschliche Lehre, sondern Sohn Gottes sehen
Sie haben recht, dass der
Begriff „Logos“ in den Evangelien nur im Prolog des Johannes gebraucht wird.
Doch wissen Sie weit besser als ich, dass gerade die sich auf Jesus Christus
berufenden frühchristlichen Denker wie Origenes oder die christlichen Apologeten
- die gleichzeitig die menschliche
Gestalt Jesus in den Vordergrund stellten – ihr Welt- und Gottesbild auf das bauten,
was ich mit Logos/ Schöpfungslogik/-Vernunft neu nachvollziehbar machen möchte.
Wenn ich den Begriff „Logos“ in den Vordergrund stelle, dann soll hierdurch nur
die m.E. in der Antike überwundene bzw. nicht vorhandene Trennung zwischen
Wissen und Glauben heute leichter überwunden werden. Der Logos ist nichts
anderes wie das, was heute moderne Naturwissenschaftler in allem Werden
beschreiben bzw. eigentlich für selbstverständlich halten. Erst wenn wir in
diesem natürlichen Logos das Gotteswort wahrnehmen, kann sich dieser Begriff mit
neuem Leben füllen. Doch genau das wäre m.E. Aufgabe der
Theologie.
Ob über die Weisheit
Gottes - die über aller menschlicher Lehre steht - den Sohn Gottes oder sonstige
sog. Hoheitstitel gesprochen wird, es kann doch in allen Texten nie nur um einen
einfachen Menschen und dessen Verherrlichung gegangen sein. Gerade in den
Apokryphen, den Logien, bei der sog. Gnosis, ebenso wie ihren Gegnern, drängt
sich der natürlich-schöpferische Aspekt dessen, was ich heute mit
Logos/Schöpfungslogik/Vernunft neu umschreiben und begreifbar machen will,
geradezu auf. Sie wissen das alles doch weit besser wie ich. Denn all mein
Denken habe ich nur von dem abgeleitet, was bei Ihnen und vielen anderen
Theologen über die Bedeutung der biblischen Aussagen und das antike Denken
gehört habe.
Halten Sie es bitte nicht
für eine Anmaßung, wenn ich bei Ihnen für das Wort Gottes, den historischen und
heute wirklich lebendige Jesus im oben genanten Sinne um eine Spende bettle:
Nur die moderne Theologie hat aufgrund all Ihres Wissens um die historischen
und geistigen Zusammenhänge das Vermögen, dem „christlichen“ Glauben den
lebendigen Grund wiederzugeben. Nur unter Bezugnahme auf das antike
Verständnis des Gotteswortes lässt sich das verstehen, was ich als Logos in
allem natürlichen Werden bzw. als Sohn Gottes und historischen Glaubensgrund neu
sehen und so einem vernünftigen, aufgeklärten Zugang zum Glauben den Weg bahnen
will. Nur im Nachweis, dass Hebräer, Hellenisten und später in neuer Form die
Evangelisten nicht blinden Mythen oder einem historischen Wanderprediger
nachgeeifert und nicht nur eine hellenistisch-jüdische Aushebelung alter Kulte
in antiochenischer Form betrieben haben, (hierzu auch Ausführungen unter
„Christologie 2002“) lässt sich m.E. das neu begreifen, was Weihnachten und
Ostern ausmacht. Warum muss ein Wanderprediger und darf nicht das in aller
Natur neu nachvollziehbare Gotteswort der Grund des Glaubens gewesen sein? Wäre
es nicht wenigstens ein kleiner Denkversuch wert?
3.4. Nicht Naturkult,
sondern ein neues christliches Selbstverständnis ist NOT-wendig
Nein: Es geht nicht um
einen neuen Sonnenkult und philosophische Naturvergötterung. Doch das in
alten Kultformen offenbarende Gotteswort kann heut neu in einer
naturwissenschaftlich nachweisbaren vernünftige Software allen kosmischen
Geschehens nachgewiesen werden. Was den Wechsel von Winter und Sommer, Tag und Nacht alles hervorbringt kann heute
neu als Gotteswort verstanden werden. Warum darf dies nicht die christliche
Offenbarung es einen Gottes sein, der historische und heute
Glaubensgrund?
Wenn heute junge
Intellektuelle von einem kosmischen oder transrationalen Bewusstsein reden, die
Vision einer Tiefen-Ökologie beschreiben, die sie durch eine neue Sicht des
kosmischen Werdens als ein lebendiges Wesen ausmalen, so gar eine neue
Gemein-sinn-orientierung erwarten, dann hoffen sie auf nichts anderes als den,
auf den m.E. das Neue Testament gründet. Ich bin sicher: Der Bruder des Jakobus
lebt noch heute, ist neu wahrnehmbar. Doch was moderne Naturwissenschaftler
hochphilosophisch beschreiben, ist nur durch ein Neuverständnis der eigenen
Wurzeln als ewiges Wort und Sohn Gottes zu verstehen. Und wer die
neuzeitlichen „Theorien des Alles“ oder gar „Logos“-Beschreibungen liest, dem
wird auch klar, wie wichtig eine konkrete Gestaltgebung war und ist. Wenn heute
hochwissenschaftlich statt pure Selbst-organisation der Materie eine Intelligenz
beschrieben wird, die im Ablauf des gesamten Kosmos zu erkennen ist und zu dem
geführt hat, was wir sind und werden, dann geht es nicht nur um einen
„kosmischen Geist“, eine „universelle Vernunft“, die auf das menschliche
Bewusstsein zu übertragen wäre. Es geht m.E. um das, was die Wurzeln unseres
urchristlichen Glaubens ausmachen und nur in Bezug auf die altbekannte Formen
der Verkündigung das menschliche Bewusstsein zur Vernunft bringt. Nur durch
diese uns heute aufgrund der modernen Theologie möglichen „Ein“-sicht lassen
sich erst die Forderungen der jungen Intellektuellen, wie vieler anderer, die
nach neuen Werten und Gem-ein-sinn, Zukunftsorientierung... rufen, erfüllen.
Erst wenn wir erkennen, dass die Dialektik des geistigen Fortschrittes und
allen evolutionären Werdens nichts anderes ist, als das, was unsere Vordenker
„Wort/Weisheit Gottes“ nannten und was in Jesus Mensch und somit Christus wurde,
können die Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen, wird der Mensch zu einer
vernünftig aufgeklärten Gotteswahrnehmung zurückkehren, statt nur theologischen
Lug und Trug mit Happy End zu sehen und religiöse Manipulation zu
betreiben.
Doch wie sollen die heute
über den reinen Materialismus eines geistlosen Zufalles hinausdenkenden
Biologen, Chemiker, Mathematiker, Astronomen oder Physiker erkennen, dass sie
bei ihren Aussagen über die phantastische Selbstorganisation der Lebensprozesse
nichts anderes beschreiben als den Sohn Gottes (offenbarende Sinngebung und
präexistenter Logos), solange dieser für die Theologen ein unerklärlicher Mythos
ist, der mit dem Wesen das christlichen Glaubens nur am Rande etwas zu tun hat,
allenfalls als eine hellenistische Theorie bzw. Hoheitstitel für einen jungen
Juden herhalten muss? Wenn ich heute einem Naturkundelehrer sage, dass er seinen
Kindern nur das Wort Gottes in anderer Form beibringt, dann denkt der, ich wären
von einem anderen Stern. Denn dort, wo heute das christliche Gotteswort gelesen
wird, wo die Hochschultheologie den historischen Jesus sucht, das hat mit all
dem nichts zu tun, was an der gleichen Hochschule die Naturwissenschaftler ihren
Studenten beibringen. Erst wenn wir neu nach den Wurzeln unseres Glaubens
fragen, kann m.E. die Kluft zwischen Denken/Wissen und Glauben entgültig
überwunden werden bzw. wird alles Wissen zum vernünftigen Glauben
beitragen.
Den Jesus unseres
bisherigen Glaubens brauchen wir bei der neuen Suche nach den Wurzeln bzw. bei
einem daraus erwachsenden neuen christlichen Selbstverständnis nicht aufzugeben,
ganz im Gegenteil. Der historische Jesus, wie er uns in den Evangelien,
Apokryphen und Briefen beschrieben wird, erhält durch ein neues Verständnis eine
konkrete Gestalt. Was über ihn gesagt wird, kann bewahrheitet
werden.
Anknüpfend and das in
Jerusalem, Antiochien oder Alexandrien in der antike vorhandene Verständnis des
Gotteswortes/Logos werden die Menschen der Zukunft an Weihnachten noch viel
lauter vom Jesuskind singen, das vom Himmel her kam und durch die Jungfrau Maria
geboren wurde... Sie werden nicht nur begreifen, um welche reale
Geschichts-Gestalt es geht, sondern auch warum sie vom Kind Gottes singen und es
in konkreter menschlicher Gestalt ansprechen müssen.
Nicht für einen
philosophischen Logos, sondern den in allem Werden neu sichtbaren Gottessohn,
der heute wie damals nur als Mensch geliebt und verehrt werden kann – das neu
verständliche Gotteswort als sichtbares Kind in der Krippe - bitte ich daher um
eine kleine Spende.
Viele Güsse
Gerhard Mentzel
(Bitte entschuldigen Sie meine Anmaßungen und Anschuldigungen, sowie die vielen Fehler.)