Wunder:

Bildberichte vom Wirken des schöpferischen Wortes

 

 

 

Die folgenden Betrachtungen gehen von einem neuen christlichen Selbstverständnis aus, das nicht einen Menschen oder menschliche Ideologien, sondern das im Schöpfungswirken lebendige Wort Gottes als ursprünglichen Grund christlichen Glaubens sieht. Sie sind daher nur nachvollziehbar bzw. denkbar, wenn der Leser versucht, diesen Weg mitzugehen, um im geschichtlichen Jesus das in der menschlichen Person gestaltgewordene Wort/Logos zu verstehen, von dem die von den Evangelisten  erzählten Jesusworte und die Wunder (Bilder von Heilswirkungen durch das Gotteswort in Menschengestalt) ausgehen.

 

Wunder des Neuen Testamentes können so als Teil einer frühen christologischen Auseinandersetzung, historische Tatsachen gesehen werden:

 

-Bildbelege vom  Wirken der Wahrnehmung des göttlichen Wortes in Menschengestalt

-Beweise für die göttliche Herkunft des schöpferischen Logos

-Bewahrheitungen neu erfahrener Gottesvernunft in alttestamentlichen Aussagen

-Aufforderungen zur Wahrnehmung des Gotteswortes/Logos in Menschengestalt

-Hinweise auf die Notwendigkeit die Seite zu wechseln, nicht weiter nur einen Wanderprediger zu sehen, sondern den schöpfungs-wirklichen Gottessohn in Menschengestalt

 

Sehr geehrter Herr Dr. Sasse,

 

aufrichtigen Dank für die zahlreichen Anregungen und die vielen neuen Erkenntnisse zur aktuellen Auslegung der biblischen Texte, die ich in den Veranstaltungen des Pfälzischen Bibelvereines bei ihnen erfahren habe. Ihr reichhaltiger Wissensschatz führt mir immer wieder vor Augen, wie wenig ich doch von der theologischen Bedeutung biblischer Berichte bisher erfasst habe. Und all dieses Wissen wäre notwendig, um die Wirklichkeit Jesus als Wort in Menschengestalt ernstzunehmend begründen zu können. Mein laienhaftes Bibelwissen und mein fehlendes Verständnis um die ursprüngliche Bedeutung der verwendeten Begriffe reicht nicht aus, um das in Menschengestalt lebendige Worte als historischen Grund der christlichen Geschichte wissenschaftlich nachweisen zu können. Trotzdem will ich versuchen, zumindest laienhaft einen neuen Weg aufzuzeigen. In der Hoffnung, dass Menschen, denen Gott mehr Wissen und Geistesgaben gab, die Spur zu einer neuen vernünftigen Begründung des Glaubens aufnehmen.

 

Je mehr mir die historischen Hintergründe und die theologische Bedeutung der alt- und neutestamentlichen Aussagen bewusst wird, desto besser kann ich die Zusammenhänge des geistesgeschichtlichen Geschehens erfassen, das sich hinter dem Neuen Testament verbirgt. Jedes Mehr an Wissen bringt mir neue Bestätigung, dass es damals weder um die Verherrlichung bzw. Hellenisierung eines menschlichen Wesens noch ein Aufwärmen alter jüdischer Texte ging, sondern bringt Licht in die damals von der Wahrnehmung der schöpferischen Vernunft/Logos/Wort in Menschengestalt ausgehenden Wirkung.

 

So waren auch Ihre Ausführungen über die theologische Bedeutung der Wundererzählungen des Neuen Testamentes für mich sehr wertvolle Hinweise. Wie Sie wissen, betrachte ich das Neue Testament und damit auch Ihre Aussagen zum Verständnis der Wunder aus einer anderen Perspektive: Als Wesen des Neuen Testamentes sehe ich den schöpferischen Verstand/Logos/Wort in Gestalt eines Menschen. Den historischen Jesus will ich damit keineswegs verleugnen. Im Gegenteil: Ich will den geschichtlichen Jesus begründen und zu einer neuen Wahrnehmung des schöpferischen Wortes in Menschengestalt – damals wie heute – ermutigen: die Trennung derzeitiger Theologie zwischen einem Glaubenschristus und einem geschichtlichen Jesus ebenso überwinden wie zwischen Naturwissen und Glauben.

 

(Wenn stimmt was ich denke, dann ist die heutige Amtstheologie in ihren verschiedenen Ausprägungen nichts anderes als die institutionalisierte Verleugnung Jesus. Aus der neuen Perspektive betrachtet verhindert die heutige Lehre das Verständnis des wahrhaft  historischen Wesens ebenso  wie des präexistenen, in allem Werden wirksamen Wortes: nach christlicher Lehre einzige Offenbarung Gottes. Der gesellschaftliche Gottestod ist danach Folge einer fehlentwickelten Theologie bzw. Talsohle im Prozess einer fortschreitenden Selbstoffenbarung des Schöpfers im Sohn, die sich ihren Weg bahnt, auch wenn die Lehren an heutigen Hochschulen diesen Sohn weitgehend verleugnen.

 

 Denn die daraus resultierende Unvernunft unseres Glaubens und unserer Gesellschaft sind in diesem Sinne nur notwendige Schritte auf dem schöpferischen Weg, letztlich die Voraussetzung für ein neues Verständnis des schöpferischen Wortes, das im Grunde dem hebräischen und urchristlichen entspricht.

 

Die sich aus diesem christlichen Verständnis ergebende Vision:

 ein neuer vernünftiger Glaube, der einen schöpferisch vernünftigen Geist unserer Gesellschaft hervorbringt. Die Verant-wort-ung der Religion geht in dieser Denkweise viel weiter als bisher wahrgenommen. Vernünftige Gotteswahrnehmung  wird zur not-wendigen  Software, ohne die eine vernünftige, nachhaltige, zukunftsfähige  Gesellschaft nicht funktioniert. )

 

Ein theologischer Nikolausbeweis für Jesus ist untauglich

 

Nachdem wir das Thema Wunder am 6. Dezember behandelten, erzählten Sie von der Nikolauspredigt Ihres Doktorvaters Klaus Berger. Nach dem Motto „Je mehr Spaß, desto mehr sein“ war es Berger gelungen, die Existenz des Nikolauses zu belegen und Karl Barth wegzubeweisen. Wenn man die Wirklichkeit der historische Gestalt des weißbärtigen Mannes mit der roten Mütze an seiner Spaßbedeutung für die Familie (oder an seiner Funktion als inzwischen nicht mehr wegzudenkenden Wirtschaftsfaktor für die vorweihnachtliche Zeit) misst, dann kann man die Existenz des großen evangelischen Theologen glatt abstreiten. Denn Barth hat keine Spaßfunktion und trägt auch nicht zur Umsatzsteigerung bei. Sicher war Bergers Beweisführung viel tiefschürfender, als sich hier vom „Hörensagen“ kurz zusammenfassen lässt.

 

Mit Sicherheit ist eine solche Beweisführung, die historischen Nachweis allein aufgrund der Wirkungsweise erbringen will, fragwürdig, allenfalls für eine Nikolauspredigt geeignet. Doch mir fällt dabei auf, dass es sich bei vielen heutigen Christologien genau so verhält. Denn so wie der historische Nikolaus nicht an der Bedeutung des vorweihnachtlichen Familienspaßes oder seiner Funktion für die Süßwarenwirtschaft nachgewiesen werden kann, so taugt auch eine theologische Begründung unseres Heilandes nicht, die sich nur auf alte Mythen oder die christliche Wirkungsgeschichte (sei es in der Gesellschaftsgeschichte der westlichen Welt oder dem Geist der Individuen) beruft, wie dies heute oftmals geschieht. Die Wirkung, die von der christlichen Predigt oder dem blinden Glauben an einen Wundertäter und Offenbarer ausging, sagt so wenig über dessen wahre Existenz, wie durch den heutigen Familiespaß oder die wirtschaftsfördernde Wirkung die historische Tatsache des Nikolauses  bewiese werden kann. Doch darauf scheint es der Theologie heute kaum mehr anzukommen. Sie hängt zwar verzweifelt an einem historischen Menschen, doch wenn sie vom Messias spricht, von Christus, spielt dieser keine Bedeutung mehr. Der Christus wird so zum Phantasieprodukt einer frühkirchlichen Propaganda oder zum Produkt eines sogenannten nachösterlichen Glaubens: eine Art Placebo an das man einfach glauben muss.

 

(Warum wir Jesus wirklich nachösterlich wahrnehmen müssen, das Wort in Menschengestalt verstehen, will ich in meinen Ausführungen begründen. Doch ein Placebo, ein Mythos ohne Grund, bringt uns heute nicht weiter, hat leider seine Wirkung verloren.)

 

So wie wir die Weihnachtsmanngeschichten nur noch als zweckbestimmte Märchen lesen, so betrachten wir inzwischen auch die Evangelien. Einen historischen Tatsachenbericht wie noch vor wenigen Jahren verstanden, liest kaum ein Theologe mehr, auch wenn er weiter an der geschichtlichen Gestalt eines wanderpredigenden Menschen festhält. Wie wenig wir uns auf neutestamentlichen Glaubensaussagen als Belege für ein geschichtliches Geschehen berufen dürfen, zeigt sich nicht nur bei Ihrer Betrachtung der Wunderberichte. Wir sehen Glaubensaussagen, begründen die Aussagen als Argumente, doch wo ist der historische Grund? Gibt es eine reale Grundlage oder nur Placebo und Propaganda mit Hilfe alttestamentlicher Text und hellenistischer Mythen, die auf einen Menschen übertragen wurden, der uns so sehr ans Herz gewachsen scheint, dass wir trotz besseres Wissens von seiner historischen Existenz ausgehen, obwohl die für den Glauben völlig inhaltslos geworden ist.

 

Ähnlich, wie wir die Geschichten vom Nikolaus längst als Legenden abtun, wissen dass die heutige Weihnachtsmanngestalt eine von Coka-Cola in die Welt gesetzte Figur ist, denken wir auch von Christus, den wir für ein Kirchenprodukt halten. Wir erzählen vom heiligen Nikolaus, der den Armen geholfen haben soll...Wir denken, dass alles nur eine Legende sei, der eventuell irgend eine historische Gestalt zugrunde liegt, die für die heutige Weihnachtsmann-Figur allerdings unbedeutend ist. Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann? Wer noch an das Christkind? Und wer glaubt an dessen Wunder?

 

Vorweg: Es reicht nicht, wenn wir in den Wundergeschichten nur antike argumentative Begründungen lesen, Beglaubigungen für die göttliche Herkunft...Von was, wer ist das historische Wesen? Warum und wer ist es himmlischer Herkunft? Welche Bedeutung hat es für uns heute? Ziel unserer Überlegungen muss es m.E. sein, die menschliche Gestalt des wirk-lichen Gottessohnes in der antiken Geistesgeschichte und ihre messianische Wirkungsweise historisch zu begründen. Heute, wo der geschichtliche Jesus auf ein unwesentliches Minimum reduziert wird, ist die Zeit reif, das sich hinter der Menschengestalt verbergende Wort zu verstehen: Statt „Jesus light“ den Logos wahrnehmen, der Mensch werden musste, um verstanden zu werden. Erkennen, was damals wirklich die Wunder bewirket hat und - vor allen - was heute Wunder wirken würde.

 

(Alle Fragen, ob Jesus der Sohn Gottes war, die sich auf bisherige Art nicht wirklich beantworten lassen, siehe z.B. ZNT, Beitrag von Prof. Thomas Söding, erübrigen sich, wenn wir das  Wort Gottes im Werden wahrnehmen, das christliche Wesen neu verstehen. Die Frage muss dann neu gestellt werden: Ist das, was uns die Naturwissenschaft erklärt nur ein sog. Selbstorganisationsprozess der aus Chaos immer wieder Kosmos werden lässt und zum evolutionären Fortschritt führt oder ist es der Sohn Gottes. Geht die sichtbare und nachweise Vernunft der natürlichen Schöpfung vom Vater aus oder sind sie das Produkt blinden Zufalles. Ob sich ein kynischer, essenischer...Wundertäter, Philosoph...als Sohn Gottes gehalten hat oder von seinen Anhängern als solcher bezeichnet wurde, ist in Wirklichkeit theologisch ohne Belang. Erst in der Schöpfungsfunktion, der wirksamen Vernunft allen Werdens her können wir das in Jesus lebendige Wort Gottes als dessen Sohn sehen.

 

Die von Söding vorgebrachten Zweifel, ob Jesus wirklich Gottes Sohn ist, sind jedoch verständlich. Denn was heute in theologischen Hochschulen gelehrt wird, was leider auch Sie sehen, ist lediglich ein Menschensohn, geht nur vom menschlichen Verstand aus:

-ein menschliches Wesen als der geschichtliche Jesus,

-ein Christus des Glaubens, der dem Geist seine menschlichen Verfasser entsprungen ist.

 (Beglaubigungsliteratur, die sich jedoch nicht auf den schöpferischen Logos, sondern nur auf ein Menschenwesen bezieht oder dessen Mythos.)

 

Übrigens: Auch die zwischentestamentliche Literatur, von der ihr Doktorvater in der gleichen Ausgabe der ZNT spricht, kann doch in Wirklichkeit nur bedeutungsvoll verstanden werden, wenn wir das historische Wesen nicht als Menschen, sondern als Gotteswort/Sohn in Menschengestalt verstehen. Wie können wir angesichts all unseres heutigen Wissens von der Weisheit damaligen Denkens von einem zufälligen Zweibeiner als Gottesoffenbarer ausgehen? Scheint nicht der gesamten zwischentestamentlichen Literatur der Logos Gottes, das Wort, himmlische Vernunft...als das wahre und ewige Offenbarungswesen? Doch ich drehe mich im Kreis. Es ist zum verrückt werden. Wir scheinen wie vor einer Mauer zu stehen, die sich durch die Annahme eines Menschen als das eigentliche historische Wesen aufbaut.)

 

Wunderberichte: Beschreibungen des göttlichen Wesens

 

An den Wunderberichten zeigt sich ganz deutlich das Problem unseres Glaubens. Die Erzählungen von den Wundertaten Jesus stehen im Zentrum der Evangelien. Sie lassen sich nicht einfach beiseite schieben.  Die Wunder Jesus sind, wie Sie sagen, kein Nebenschauplatz, der einfach aufgegeben werden kann, ohne dass dadurch das eigentliche Wesen notleiden würde. Und doch stehen heute gerade die Wundererzählungen der christlichen Mission mehr im Wege, als sie Beglaubigung bewirken würden. Wer glaubt noch an naturbrechende Wunder? Wer noch an Auferstehung eines toten Menschen? Wunder sind zum Lieblingsopfer rationeller Auslegung  historisch kritischen Exegese geworden. Und für die außerhalb der Kirche stehenden, sind die Wundererzählungen längst stichhaltige Beweise für die Unglaubwürdigkeit des gesamten Glaubensgutes.

 

Was soll es auch bewirken, dass es in der Antike einen Menschen mit übersinnlichen Kräften, den Fähigkeiten von David Copperfield oder eine männlichen Uriella (Oberhaupt einer esoterischen Sekte die sich ihre auf besondere Gottesgaben beruft, ganz nach dem Vorbild des bisherigen Jesusverständnisses) gegeben hätte? Ja, selbst wenn ein Mensch mit dem zufälligen Namen Jesus wirklich Blinde geheilt und nach drei Tagen aus dem Grab entwichen wäre, warum sollte der für mich heute maßgebend sein?

 

Doch was sind Wunder Jesus wirklich? Welche Bedeutung hatten sie damals, was ist geschehen und welche Heilswirkung kann von ihnen heute ausgehen?

 

Heute stehen Wunder meist für naturwissenschaftlich Unerklärliches. Wir wundern uns, wenn wir uns etwas kaum erklären können, wenn bei einem Unfall, einem total zerstörten Auto einer trotzdem überlebt. So wurden mir bisher auch die Wundertaten Jesus beigebracht: Unnatürlichkeiten als Beweis für die besonderen Fähigkeit und somit die göttliche Herkunft Jesus. Doch wurden so damals auch die biblischen Wunderbereichte verstanden? Es ging um Zeichen, die an Gott gebunden waren, die Göttlichkeit dessen bestätigen sollten, der etwas bewirkte. Wer jedoch wie ich, längst aufgehört hat, im Unnatürlichen das Gotteshandeln zu suchen, sondern im evolutionären Ablauf eine schöpferische Vernunft, sinnvolles Gotteswirken/-wort wahrnimmt, der ist skeptisch gegenüber allen Unnatürlichkeiten. Hat diese bisherige Art von Begründungen nicht dazu beigetragen, Gotteshandeln außerhalb die Natur zu setzen? Doch wieso soll sich der Schöpfer aller Dinge außerhalb des natürlichen Geschehens in einzelnen, für die Welt unwesentlichen Unnatürlichkeiten nachweisen?

 

Wenn wir – wie ich dies tue - im natürlichen Ablauf, den wir bis zurück zu einem astronomisch angenommen Urknall als sinnvolles Geschehen erklären können, das wunder-bar wirkende Wort, die Vernunft Gottes wahrnehmen würden. Dann würde die bisherige Beweisführung aufgrund des Un-naturlichen auf den Un-gott schließen, nicht wirklich vom Schöpfer ausgehen.

 

Verbaute uns in der Aufklärung nicht gerade die alte Art der Bibelauslegung, das Beharren auf dem buchstäblichen Verständnis, den Blick für das wahre, offenbare Wunder Gottes, das wir bei allen kausalen naturwissenschaftlichen Beschreibungen betrachten könnten? Ein Wunderwerk, das wir naturwissenschaftlich beschreiben und das zutrage tritt, wenn Astronomen die Entstehung der Sterne, der Galaxien und des gesamten Universum als sinnvollen Ablauf erklären. Ein Wunder auch, das sich wir in der Geisteswelt unseres Kopfes beobachten, sich im nachweisbaren Zusammenspiel unserer Körperzellen erkennen lässt und dem wir alles Werden vom Sternenstaub bis zu einem frei und fast aufgeklärt denkenden feinfühligen Menschenwesen verdanken, bleibt unbeachtet. Statt heute im Wunder des ewig wirk-samen Wortes Gott zu verstehen, muss antiker Hokus-Pokus als Gotteshandeln herhalten.

 

Wenn damals in der theologischen Argumentation die göttliche Herkunft Jesus Cristus das Thema war, wie sie sagen, muss dann nicht neu gefragt werden, welches Wort, welcher Logos geht heute von Gott aus? Eine Glaubensbegründung, ein Wort, das aus inzwischen unverstandenen alten Texten gelesen wird, das Wirken des Schöpfers neben die naturwissenschaftliche Erkenntnis stellt oder ein Wort, das sein natürliches Wirken im gesamten Kosmos wahrnehmen lässt?

 

Gott sei Dank (dieser Dank geschieht bewusst an den Schöpfers, den Vater der Vernunft, der mit Macht zum Fortschritt führt, selbst durch die heutige Kirchenleere) sind wir heute über eine Begründung des Gotteshandelns in naturwissenschaftlichen Nischen oder der Natur entgegen stehende Wunder weitgehend hinweg. Die Wunder Jesus werden in der modernen Theologie nicht mehr als Naturbrechungen beschreiben, sondern versucht, vernünftig zu erklären. Auch wenn Sie in Gerd Lüdemann oder Eugen Drewermann zwei unglückliche Wesen sehen. Beide bzw. das in diesen zum Ausdruck kommende Denken gehört scheinbar zum Verlauf der Schöpfung, ist scheinbar ebenso notwendig, wie die vorhergegangene buchstäbliche Beweisführung Voraussetzungen war, um heute in neuer Weise das Wort Gottes vernünftig wahrnehmen – Wunder neu verstehen und bewirken - zu können. Über den Versuch der  Innenverlagerung der Wunderbegründungen von Lüdemann brauchen wir ebenso wenig zu streiten, wie die tiefenpsychologische Deutung Drewermanns. Beide verdecken mehr als sie erhellen. Ich stimme Ihnen zu, dass dies der falsche Weg ist, den Text der christlichen Religion zu retten. Doch es ist der Schrei nach Vernunft. Es ist somit im Sinne des Vaters, der hinter aller Vernunft steht. Lüdemann hat im Sinne der Vernunft die theologische Auslegung radikal durchdacht und auf ein Minimum an Symbolgehalt reduziert. Letztlich hat Lüdemann – und dafür ist er bekannt – gar das Hauptdogma des christlichen Glaubens, die Auferstehung abgestritten und als innerliche Angelegenheit einiger Jünger abgetan.

 

Doch heute sehe ich im streitbaren Theologieprofessor keinen Totengräber der christlichen Religion, sondern nur den eines falschen Verständnissen der Person Jesus. Lüdemann und alle Lehrer des Jesus light“ müssen sein, damit der Logos Gottes neu leben kann. Solange wir im historischen Jesus nur das sehen, was derzeit an theologischen Hochschulen gelehrt wird, kommen wir in Sachen Auferstehung, Wunder oder weiteren Dogmen nicht weiter. Lüdemann spricht aus, was ein Großteil der Christen denkt, weil es undenkbar geworden ist: Die Auferstehung eines toten Menschen kann es ebenso wenig geben, wie die Wunder im alten Sinne eine historische Wirklichkeiten sind. Doch das Wegrationalisieren der Wunder, zu dem ich auch den von Ihnen vorgeschlagenen dritten Weg in der derzeitigen Denkweise zähle, führt nicht zu einem Fortschritt im Gottesbewusstsein. Es hilft nicht, wenn wir Wunder und Auferstehung der eigenen Vernunft opfern. Der Fortschritt liegt darin, dass der Weg zum weiterdenken frei wird. Als Werke Jesus, des Wortes in Menschengestalt können und müssen wir sie neu Verstehen, nicht verneinen.  

 

Ihre derzeitige Argumentation begründet die Wunder als pure Beglaubigung im Rahmen religiöser Argumentation. Wo nur theologische Beglaubigung bleibt, wird die historische Tat-sache und damit auch die von Jesus ausgehende Wirk-lichkeit entzogen. Es gibt dann keine wirklich von Jesus ausgehende neue Offenbarung, keine Befreiung von Blindheit, kein Fortschritt der Lahmen und keine Nahrung für die nach Glauben hungernde Gesellschaft.

 

Den dritten Weg weiterdenken

 

Wer von den Wundern sagt, sie seien geschehen, den sehen Sie ebenso auf dem Holzweg, wie den, der die Wunder abstreitet. Sie wollen, wie auch Ihr Doktorvater Berger in seinem Buch „Darf man an Wunder glauben“ eine dritten Weg gehen. Doch ich befürchte, dass dieser Weg, der die Wundererzählungen nur in alttestamentlichen oder hellenistischen Mythen nachblättert, sie als Beglaubigungsargumente der Evangelisten für die Göttlichkeit Jesus liest, den Wundern die Wirk-lichkeit nimmt.

 

Wenn ich, wie Sie verlangen, die Wunder als Teil einer theologischen Argumentation im Gesamtzusammenhang versuche zu lesen, dann kann es sich nicht um die Beglaubigung eines Glaubensgründers mit besonderer Begabung gehandelt haben. Der Mittelweg zwischen den beiden unheilvollen Alternativen: Ablehnung und Buchstabenverstand, ist nicht, sie nur als Beglaubigungsargumente zu verstehen. Ein geschichtlich nachweisbares Geistesgeschehen gilt es aufzuzeigen, das sich hinter den Bildern verbirgt und so alttestamentliche Glaubensaussagen wie hellenistische Mythen bewahrheitet.

 

Historische Wahrheit und Glaubenswahrheit braucht ebenso wenig getrennt zu werden, wie der historische Jesus vom Christus des Glaubens, wenn wir im Geschichtsprozess der antiken Erkenntnis das Wort Gottes als das christliche Wesen wahrnehmen. Ein neues christliches Selbstverständnis ist gefragt. Ein Sohn Gottes in allem Werden, durch dessen Wahrnehmung die tauben hörend und die blinden sehend wurden. Die im neuen Testament beschriebenen Taten gehen nach dem neuen Selbstverständnis wirklich vom Sohn Gottes aus, sind nicht nur aus dem alten Texten und Mythen hervorgeholten Beglaubigungen.

 

Auch über den Wettstreit, welche Wunder von Gott und welche vom Teufel bewirkt werden, kann so neu nachgedacht werden. Teilweise habe ich oben bereits versucht eine Antwort zu geben. (Ohne allerdings die heutige Theologie als Teufelswerk verstehen zu wollen, sondern notwendige Wegmarken.)

 

Ein gottloses Wunder wäre auch eine Beschreibung des Werdens, die nicht den im Alten und Neuen Testament verbrieften, transzendenten, außerhalb allen sichtbaren Seins stehenden Gott als Ursprung versteht. So wie heute eine christliche Lehre keinen Sinn macht, wenn sie vom Wort Gottes in allem Werden spricht und nicht damit auch das historische Wesen ihrer ursprünglichen Gotteswahrnehmung begründet, so war es damals notwendig, das neu verstandene Wort, den im natürlichen Werden begründeten Logos, als den hellenistischen Gottessohn und noch mehr den jüdisch erwarteten Heilsbringer zu erkennen, von dessen Menschengestalt die in Vorzeiten erhoffte messianische Wirkung ausging. Die Verfasser der Wundergeschichten bedienten sich nicht aus populär-propagandistischen Zwecken der Alten Texte. Ich bin sicher, sie haben nicht nur das Wort neu verstanden, sondern auch in den bisherigen Glaubensbegründungen das lebendige Wort als das eigentliche Offenbarungswesen verstanden.

 

Die Wundergeschichten sind nach dem neuen christlichen Selbstverständnis sowenig die Nacherzählungen der antiker Storys vom zauberhaften Wirken eines Menschen wie die Beglaubigungen dessen Göttlichkeit. Wenn ich die Texte wirklich im Gesamtzusammenhang lese, dann kann ich doch im Traum nicht davon ausgehen, dass ein Theologe wie Johannes ein menschliches Wesen mit seinen Wundererzählungen als göttlich begründen wollte. Nicht Paulus, der auf die Menschliche Gestalt des neuen Glaubensgrundes weitgehend verzichtet, sondern die Evangelisten sind die eigentlichen Intellektuellen. Denn, dass sie nur die Geschichte eines sonderbaren Menschen nacherzählen wollen, während Paulus eine neue Theologie begründet, dass können wir heute nicht mehr annehmen. Wir müssten sonst die Wundergeschichten wieder im alten Sinne, als zauberhaftes Wirken eines etwas mehr als Uriella begabten Wanderpredigers verstehen. Doch auch wenn die Textauswahl und die Anordnung der Wundererzählungen für eine theologische Absicht sprechen, nicht nur simple Story bzw. Legenden von einem Mythos sind, dann können wir doch die Evangelisten nicht einfach für Primaten halten, die einen antiken Wanderprediger als Christus bewahrheiten wollten.

 

Paulus hat die Wunder nicht beiseite gelassen, weil er sie nicht wusste, für unwichtig hielt oder eine intellektueller Schreibweise hatte. Die Evangelisten erzählen die Geschichte von der neuen Wahrnehmung des Wortes, wie es sich von Paulus als der Personifizierung des neuen jüdischen Paradigmas verstanden wurde. Bei allem was wir aus der damaligen Geistesgeschichte wissen, kann es sich bei den Wunderberichten nur um die Wirkungsweise der Wahrnehmung des lebendigen Wortes gehandelt haben. Das Wort Gottes, auf das sich die gesamte Gnosis, wie die späteren Kirchenväter berufen und das auch Gegenstand, des in Paulus zum aus Ausdruck kommenden neuen theologischen Paradigmas ist.

 

Doch was wäre ein neues jüdisches Paradigma, was wäre aus dem neuen Verständnis des Wortes geworden, wenn es die Evangelisten nicht in alttestamentlichen Geschichten bewahrheitet und in eindruckvollen Bildern bewahrt hätten? Nur in Paulus hätte Jesus keine bleibende Autorität. Im Streit der verklärten Apostel und ihrem ständigem Falschverständnis, von dem uns die Bibel berichtet, wäre das Wort untergegangen, bevor es richtig geboren war. In Ihren Ausführungen bei unserer Auslegung der Wundererzählungen ist mir dies wieder ganz deutlich geworden. Je mehr wir über die damalige Zeit, das Geistesgeschehen wissen, desto klarer wird, warum der Logos eine menschliche Gestalt annehmen musste.

 

Nicht nur weil uns bei Wundererzählungen oder einer menschlichen Gestalt wärmer ums Herz wird, sondern weil sonst auch kein Verstand gewesen wäre, ist Jesus Mensch geworden. Wie oft wurde von Petrus in den biblischen Berichten gesagt, was er nicht verstanden hat? (Heute ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Emotionen erst die wahren menschlichen Kräfte freisetzen. Wenn selbst das individuelle Gedächtnis oftmals nur dank unbewusster emotionsgeladener Bilder funktioniert, wie viel mehr sind solche Bilder dann für das kollektive Gedächtnis notwendig.)

 

Allegorie als reales Geschehen verstehen

  

Solange wir jedoch nicht von einer geistigen Wende ausgehen, die damalige Bedeutung einer neuen Wahrnehmung des Wortes im natürlichen Werden aus dem Heute heraus nicht nachvollziehen, bleibt uns nur ein als göttlich beglaubigter Wanderprediger, an dem wir als letzten historischen Grund festhalten. Und gleichzeitig verhindert dieses Festhalten den Fortschritt z.B. im Verständnis der Wunder. Ein theologischer Teufelskreis, den ich durchbrechen will. Denn wer nur von einen verherrlichen Wanderphilosophen ausgeht, der muss bei der Auslegung der Wunder dort stehen bleiben, wo Sie oder Prof. Berger stehen. Erst ein neues christliches Selbstverständnis, eine neue Wahrnehmung des historischen Geschehens lässt uns den Weg weitergehen, neu verstehen, ohne in willkürliche Allegorien zu verfallen.

 

Eine Allegorische Auslegung muss sich am Wort in Menschengestalt orientieren, wenn sie nicht nur pure philosophische Spekulation sein will. Sie muss von der Tat-sache des Gottes-wortes in der kosmischen Wirk-lichkeit, aber ebenso den biblischen Berichten ausgehen, die Zeugen dieses Wortes sind. Um also zu einer vernünftigen allegorischen Auslegung zu gelangen, die nicht individuelle Beliebigkeit unterliegt, genügt es nicht, vom Wort allen Werden und Logos oder einer in aller Evolution zum Ausdruck kommenden Vernunft zu faseln. Es muss sich die Verbindung mit traditionellen biblischen Bildern herstellen, die Bewahrheitung biblischer Berichte ermöglichen lassen. Doch dazu ist das mir oft fehlende Verständnis der Bilder und Begriffe notwendig. Erst durch das Wissen um die Bedeutung der biblischen Texte, ein wahres Verständnis des Gesetzes-Wortes, ist eine allgemeines Verstehen möglich.

 

Neben den biblischen Berichten ist dabei selbstverständlich die Geistesgeschichte der damaligen Zeit mit zu betrachten. Ohne das griechisch-philosophische Denken, wäre z.B. das neue Verstehen des Wortes/Logos undenkbar. Nur das, was an heutigen Hochschulen über den historischen Jesus und daneben den erhöhten Christus gelehrt wird: leeres Wort. Erst die Erkenntnis, die in der Gnosis geweht hat, das Wort-Verständnis der Hebräer und Hellenisten, die jüdischen Bewegungen zur Zeit Jesus, die gesamte Explosion an Weisheit und Erkenntnis, die sich z.B. bei den Apokalyptikern und Propheten des Kanon und weiteren Texten ausdrückt, ebenso wie das allegorische Neuverständnis der alten Glaubensaussagen durch jüdischen Apologeten und das in den in der Diaspora damals neu erwachten Monotheismus...Das alles muss mitgelesen werden, wenn wir vernünftig vom Verständnis des Wortes durch die Urchristen sprechen wollen, das die Wunder bewirkte.

 

Es ist zum wahnsinnig werden: Wie kann man bei all diesem Wissen das wir heute haben, das an den Hochschulen gelehrt wird, den Grund christlichen Glaubens auf eine menschliche Geschichtsgestalt im bisherigen Verständnis reduzieren? Sie verlangen zurecht ein Verständnis der Wunder im Kontext der frühchristlichen Probleme und der Verfasser. Doch wie können wir dann davon ausgehen, das jemand wie Johannes in seinen Erzählungen nur die göttliche Herrlichkeit eines jungen Juden bewahrheiten wollte? Die jüdisch-hellenistischen Verfasser haben das Wort verstanden und seine Herrlichkeit im historischen Bezug beschrieben. Was soll alle moralische Auslegung, die von unseren Kanzeln schallt? Was alle Mystifizierung? Es geht um das Leben und Wirken des lebendigen Wortes, das bereits den Verfassern des Alten Testamentes Grundlage des Glaubens war, dessen allgemeines Verständnis – universale Offenbarung - erwartet wurde.

 

Auch die Speisung der 5.000 kann so neu verstanden werden. Die erste Voraussetzung: der Wechsel auf die andere Seite. Den bisherigen Glauben nicht verneinen, aber trotzdem über den Jordan gehen und so neu werden lassen. Nicht von Königen, Menschen oder Predigern und ihren Meinungen ausgehende, sondern allein auf das Wort Gottes gründende Wahrnehmungen bewirken neues Licht, lassen uns laufen, bringen Fortschritt im Glauben, erwecken zu neuem Leben. Mit Ihrem Wissen um die Begriffe, die Bedeutung der Bilder wird es Ihnen weit mehr als mir möglich sein, die Wundertaten zu verstehen. Nur bitte nicht weiter nur als Bewahrheitungen eines Nichts, Reduktionen des Neuen auf das Alte, wie wenn Jesus Christus nicht wirklich gelebt hätte, nur ein verherrlichter Mensch gewesen wäre. Denn genau das war ja das Thema der Wunder-Theologien: die Heilswirkung ging nicht von Menschen aus. Weder ein römischer König, ein griechischer Philosoph, noch ein jüdischer

Prediger oder was Menschen daraus machten, kann von Blindheit befreien...

 

Der Symbolgehalt der Lebensmittel, die Taufe und das Abendmahl, das alles kann neu verstanden werden, wenn wir vom Wort in Menschengestalt ausgehen und nicht nur von einem historischen Menschen, der irgendwelche Rituale in die Welt setzte, alte Religionshandlungen aufwärmte. Die christliche Taufe und Abendmahl haben einen theologischen Sinn, der sich nicht in banalen Ritualen erschöpft. Wie in den Wundern sind theologische Tat-sachen zu suchen, die über die Krümelei in alttestamentlichen Texten oder hellenistischer Praxis hinausgehen.

 

Auch wenn Johannes bei den Heiden die Brotvermehrung, die neue Gottes-näherung stattfinden lässt, so wollte er uns etwas sagen, das sich heute neu bewahrheiten lässt. Der Logos wir heute nicht in der Bibel gelesen, sondern bei den Heiden. Nicht von dieser Welt ist das Wort, das die Wunder vollbringt, sondern es geht von Gott aus. Wann endlich nehmen wir es wahr, verstehen das vom Himmel ausgehende Wort in unserer heutigen naturwissenschaftlichen Begrifflichkeit. Nein: einem vor 2000 Jahren verherrlichten Wanderprediger will ich nicht nachfolgen. Er hat uns heute nichts zu sage, er löst nicht die dringend notwendigen gesellschaftlichen Probleme, bewegt den Zeitgeist nicht zur Vernunft. Per politischer, von menschlichen Mehrheiten oder religiöser Amtsautorität ausgehende Gesetze können nur die für eine Fortentwicklung notwendige Freiheit des Geistes beschränken, ihn jedoch nicht zur Vernunft führen. Das ist nur durch einen vernünftigen Glauben möglich: der Messias lebt.

 

Warum ist es so schwer, ihn heute wahrzunehmen?  Wie kann er im Kontext der biblischen Aussagen neu begründet werden? Was haben wir heute noch zu verlieren? (Eigentlich sehe ich hier die Hoffnung. Denn erst wenn wir frei sind von Angst vor Lustverlust, wenn – wie heute – die Theologie kaum noch etwas zu verlieren hat, ist ein Wechsel in der Wahrnehmung  des Wortes machbar.) Was wir dadurch gewinnen könnten lässt sich ausmalen und verständlich machen, lässt sich auch in den biblischen Berichten bestätigen. Doch warum muss ich als Laie mich mit theologischer Literatur herumquälen?

 

Wer hilft mit, die Existenz des von den Hebräern und von den hellenistischen Juden neu verstandenen Gotteswortes im Heute zu begründen?

 

Wie lässt sich in den gesamten jüdischen Bewegungen zur Zeit Jesus das neu verstandene Wort Gottes nachweisen? Wie haben die Propheten und Apokalyptiker das Wort Gottes im Geschichtswirken verstanden? War nicht auch Josephus Flavius eine Form von neuer Verstandgebung für den jüdischen Glauben gegenüber den Griechen? Woraus und wie hat die christliche Gnosis das Wort Gottes interpretiert? Waren nicht selbst die Makkabäer auf der suche nach der Vernunft? Was vereint und was unterscheidet die verschiedenen jüdischen Denkweisen zur Zeit Jesus, welchen Bezug hatten sie zum schöpfunswirksamen Wort? Was haben die Kirchenväter als Wesen des christlichen Glaubens verstanden? Warm hat Origenes gegenüber Celsus den Gottesverstand/Logos in Menschenform als aller rein philosophischen Lehren überlegenes und somit als das wahr Wort verstanden? Wie lässt sich bei den Musterfrommen/Essenern das Verständnis des Wortes beschreiben? Was hat das Alte Testament und die zwischentestnamentliche Literatur als Wort Gottes verstanden? Worauf gründet der neue christliche Glaube, der sich in Paulus ausdrückt?

 

Wie lässt sich das Wort Gotte heute neu wahrnehmen: Ich bin sicher, es wird Wunder bewirken.