Vom Monismus zum Monotheismus

 

Der Logos in Menschengestalt:

Missing Link zwischen Monismus und Monotheismus

 

Durch die Monismus genannte naturphilosophische Betrachtung, die alles Werden der Welt auf ein einziges Prinzip bzw. eine allumfassende unbewusste Intelligenz zurückführt, lässt sich der traditionelle Monotheismus vernünftig begründen.  Der Begriff des Monismus wird dabei sehr weit gefasst, nicht nur auf die Lehre einzelner neuzeitlicher Naturphilosophen wie Ernst Haeckel angewandt Letztlich lassen sich alle historischen und heutigen Philosophien, die versuchen das nach bestimmten einheitlichen Prinzipien sinnvoll ablaufende Naturgeschehen als Ausdruck einer höheren Macht zu sehen, als Monismus betrachten. Doch dieser Monismus führt erst zum Monotheismus, wenn wir hinter den Prinz-ipien den Sohn eines transzendenten und trotzdem persönlichen Gottes sehen,  in diesem be-stimmbaren Geschehen die Stimme, das lebendige Wort/Logos Gottes hören und dabei gleichzeitig den Menschen Jesus sehen. Der schöpferische Verstand in menschlicher Ausdrucksform ist das verlorene Glied zwischen naturwissenschaftlichen Theorien und neuer Erkenntnis, zwischen Wissen  und Glauben.

 

Monotheismus:

 

Der Glaube an die absolute Geltung des einen absoluten Gottes als Schöpfer Himmels und der Erde. Gleichzeitig die Wahrnehmung göttlicher Allmacht und Güte, sowie eines universal und ewig gültigen Gesetzes, das den göttlichen Wunsch und Willen offenbart.

 

Mit dem Monismus hat der Monotheismus die Einzigkeit Gottes gemein. Doch jeder Begriff hat seine Schublade, in den ihn die Lehrmeinungen stecken. Während der Monismus auf eine natürliche Weltwirklichkeit gründet (dabei oft auch im Atheismus landet, weil Gott ist Buch gesperrt scheint, statt als Schöpfer zu wirken), wird der Monotheismus derzeit auf sogenannte Glaubensaussagen zurückgeführt, die dann als Offenbarungen bezeichnet werden. Neben der Existenz Gottes werden auch göttlicher Wunsch und Wille nicht, wie beim Monismus, aus dem Welt-wirken  Gottes gelesen, sondern aus Traditionstexten, die als Wort Gottes bezeichnet werden. Nicht das Wort des in der kosmischen Tat-sache wirkenden Autors, sondern menschliche Autoren, denen von einer Institution göttliche Inspiration zugeschrieben wird, stehen heute mit Mittelpunkt des Monotheismus.

 

Mit dem Monotheismus wurde der mythologisch begründete Polytheismus, die Vielgötterei  verschiedener Spielarten abgelöst. Verschiedenen Göttergestalten gehen im frühen Judentum in einem Gott auf. Nicht mythologische Sagen, wie wir sie in Hellenistischen Göttermythen finden, sondern vernünftige Begründungen, die ursprünglich in der gemeinsamen Genesis des Alles lagen, liegen dem Monotheismus zugrunde. Ein Gott, aus dessen Wort alles hervorgeht. Das „Wort Jahwes“, die „Weisheit Jahwes“ werden von den Juden als Handeln in Geschichte und Kosmos gesehen. Dieses Wort ist funktional von Gott getrennt, bleibt aber trotzdem in Einheit mit Gott selbst und wird später als Logos, Sohn bezeichnet.

 

Monotheismus und Polytheismus verbindet ein persönlicher Gott. Im Gegensatz dazu geht der Monismus nur von einer göttlichen Macht, einem Prinzip, nicht von einer Person Gottes aus.

 

Frühere Hypothesen, die einen Ur-Monotheismus sehen, der in einen Polytheismus verfallen ist, werden heute kaum noch vertreten. Der Ursprung des Monotheismus wird erst spät, im Judentum der Exilzeit vermutet. Aus ihm sind später Christentum und Islam hervorgegangen. Die Frage wird zu klären sein, ob das Christentum nur einfach ein Auswuchs des Judentums ist, oder ob durch ein neues, im den verschiedenen Strömungen des gesamten Judentum der Zeitenwende (Stoa ist nur ein Beispiel) nachzuvollziehendes monistisches Denken der alte Monotheismus  neu verstanden und begründet wurde.

 

 Das Alte Testament, die Gebote Moses, die nach neuesten Erkenntnissen allerdings fast zeitgleich mit Jesus verfasst wurden, gehen von einem Monotheismus aus. So drücket die hinter den ersten Gebote (keine anderen Götter neben mir haben, Verbot der Abbildung Gottes) stehende Theologie einen frühen Monotheismus aus, der auf die Religion der Ur-Väter (die Heimat Abrahams) zurückgeführt wurde.

 

Fest steht, dass der Monotheismus nicht einfach vom Himmel gefallen und zum festen Einheitsglauben wurde, sondern sich geschichtlich entwickelt hat. Ein langes Ringen der jüdischen Religion mit dem Monotheismus bis in die Neuzeit lässt sich nachvollziehen. Erste Anfänge des Monotheismus werden von vielen Theologen in der Religion Eschnatons oder Zarathustras gesehen. Gleichwohl werden diese Religionsformen auch dem Monismus zugerechnet. Zweifelsohne hat sich der Monotheismus nicht in einem luftleeren entwickelt. Das Denken der ägyptischen und babylonischen Hochkulturen, das sich mit konkreten kosmischen Realitäten auseinander setzte, muss mitgelesen werden. Auch wenn wir die  Schöpfungsmythen, die wir dem frühen Judentum zurechnen, nicht als naturwissenschaftliche Beschreibungen lesen dürfen, so wird die Existenz eines allmächtigen Gottes aufgrund des natürlichen Werdens und nicht innerer Stimmen, mystischer Spekulationen, vorgegebener Traditionen oder wilder Träume angenommen. Vielmehr dürfen wir von einer frühen natürlichen Theologie ausgehen, die durchaus mit dem Monismus vergleichbar ist, auch wenn sie ein persönliches Gottesbild prägt. Was die Juden als Wort oder Weisheit Jawes bezeichneten wäre sonst wie heute: funktionslos, nur ein Verkleinerung Gottes, ein zweiter Gott. Für die Juden folgerichtig eine Durchbrechung des Monotheismus.

 

Während sich die Hellen in ihren phantastischen Heldenmythen erst an einen das gesamte Weltwerden bestimmende Göttervater herantasten, die nachfolgende griechische Philosophie abstrakte theologische Modelle aufgrund theoretisch-spekulativer Metaphysik entwickelte, gründete der unter Moses personifizierte frühjüdische Monotheismus auf eine einfache Genesisbeschreibung, die unserer Evolutionslehre recht nahe kommt, auch wenn sie keine wissenschaftliche Beschreibung im heutigen Sinne sein will: Ein natürliches, aufeinander aufbauendes sinnvolles Werden aus einer einzigen allumfassenden Vernunft, dem Wort Gottes, wurde verstanden. Wenn die Hebräer sagten, dass Gott sprach, so sind sie nicht von einem unnatürlichen Hokus-Pokus, sondern einer über aller Natur stehenden Vernunft/Wort ausgegangen. Der Gott der Hebräer war kein Sim-Salabim sprechender Magier, sondern die persönliche Macht, von der alle Vernunft ausging, die damals vor allem im himmlischen Gestirn erkannt wurde. Was trennt diese Theologie vom Monismus?

 

Über einen Monismus, der sich im Denken der frühen jüdischen Theologen ausdrückt, die wir als Hebräer bezeichnen, wird heute allerdings nicht gesprochen. Gleichwohl wir inzwischen wissen, wie sich die Hebräer auf einfache – im Gegensatz zu den Griechen unabstrakte – jedoch nicht weniger tiefgründige Weise mit dem Werden der Welt auseinandergesetzt haben und hieraus ein Gottesverständnis gründeten, wird so getan, wie wenn es kein mit der griechischen Philosophie vergleichbare Gotteswahrnehmung aufgrund des universalen, vernünftigen Weltwerdens gegeben hätte.  So wird heute beim Monotheismus davon ausgegangen, dass die verschiedenen jüdischen Stammesgötter zusammengewürfelt wurden, zu einem einzigen Gottesbegriff. Vom Standpunkt unseres heutigen Denkens aus, der einen universalen Schöpfer nicht wie der Monismus aufgrund der natürlichen Welt-wirklichkeit wahrnimmt, sondern allenfalls an alte Gesetze glaubt, wird davon ausgegangen, dass auch die alten Juden nur ihren traditionellen Sippengötter zu einer universalen Gültigkeit erhoben hätten. In Folge wird hinter dem universal wirksamen Wort Gottes keine den gesamten Kosmos: Himmel, Erde sowie Geschichte bestimmende Vernunft, sondern der Alleinseligmachungsanspruch einer Volksreligion und ihres Gesetzes verstanden.

 

(Die Folgen dieses Missverständnisses sind in die Geschichte geschrieben.)

 

Monismus:

 

Im Gegensatz zum Dualismus oder Pluralismus schließt der Monismus auf ein einziges Prinzip, aus dem die Vielheit der Welt hervorgeht. Materie und Geist sind nach dem Monismus aus diesem Prinzip entstanden.

 

Moderne Naturwissenschaftler reden von Weltformel, Prinzipien des Alles, suchen allerdings nur verzweifelt nach physikalischen Gleichungen als Grundlage der Genesis. In der Antike wurde hierin ein schöpferischer Verstand gesehen, den Heraklith erstmals Logos nannte, auch ohne dass er ein physikalische Formel parat hatte. In ihm sah er die Gegensätze zur Einheit zusammengefasst. Auch die ihm nachfolgende gesamte griechischen Philosophen setzten sich mit diesem Logos auseinander bzw. baute ihre Lehre darauf auf. Für sie war es der Grund, aus dem alle Vielheit hervorging. Der gesamte Platonismus, alle in Sokrates zum Ausdruck kommenden Gedanken, sind ohne den schöpferischen Logos undenkbar. Das griechische Denken führte frühen Monismus zur vernunftbegründeten Theo-logie weiter, einer vernünftigen Lehre von Gotte und einer daraus abgeleiteten Lebenslehre. Die jüdischen Apologeten erkannten zeitgleich mit Jesus die Einheit des jüdischen und hellenistischen Weltbildes, den philosophischen Gottesverstand, der hinter dem hebräischen Verständnis stand. Im Urchristentum war dieser Logos identisch mit dem jüdischen Wort Gottes. In seiner menschlichen Ausformung wurde der Messias der Juden erkannt.

 

Die Philosophie der Aufklärung führt den Monismus weiter, wobei er allerdings nur in eine mechanische oder pantheistische Weltanschauung mündet. Spinoza sieht die Einheit von Geist, Natur und Gott darin begründet. Ähnlich spricht Schelling von der Einheit zwischen Natur und Geist. Auch Hegel, der den Weltprozess dialektisch begründet, kann als Monist bezeichnet werden. Fast alle großen Philosophen der Aufklärung lassen sich hier aufreihen. (Sie alle, ebenso wie die modernen Naturwissenschaftler, die verzweifelt mit ihren universalen Theorien nach Weltformeln suchen, halten das Jesuskind in den Händen, ohne es zu wissen. Denn laut Amtstheologie ist dies nur ein junger Jude, der aufgrund persönlicher Eingebungen seiner nachfolgende Anhänger christologisch verherrlicht wurde.)

 

Der Monismus endet bisher in einem Pantheismus oder bleibt bei einer mechanischen Beschreibung des universalen Ablaufes, wie dies bei modernen Naturwissenschaftlern vielfach nachzulesen ist. Auch wenn in den Titeln ihrer Bücher umsatzfördernd oder aufgrund einer tieferen Ahnung von Gotteshandeln gesprochen wird, im Inhalt kommt keine Theologie, keine Gotteslehre vor, die mit dem monotheistischen Gottesbild der Kirche auf eine Reihe zu bringen wäre. Vom Gottes-Wort ist in den wissenschaftlichen Abhandlungen nicht die Rede.

Das wird weiter im Kirchenschrank verwahrt. Wie sollen da Naturwissenschaftler erkennen, dass sie in ihren biologischen Lehren und physikalischen Gesetzen, die seit Anbeginn und in allen Ausdehnungen des Universums neuerdings empirisch nachgewiesen werden, nichts anderes als das präexistente Wort Gottes beschreiben?

 

Auch wenn selbst die blindeste Gotteslehre kaum mehr ein Aba-Kadabra als Schöpfung annimmt. Von einer natürlichen Sinngebung als ausgedrückter Wille und Wegweisung Gottes auszugehen, davon sind wir weit entfernt. Nur was im Buch steht, wird beachtet, denn das sei Wort Gottes, wird ganz selbstverständlich beauptet, wie wenn bereits Moses aus der Bibel gelesen hätte. Doch Gottes Wort zählt nicht wirklich. Was Vordenker aufgeschrieben haben ist ihre damalige Erfahrung vom Wort Gottes. Die Buchstaben bleiben Menschenwerk. Doch die Texte der Bibel, die wir als Wort Gottes betrachten, sind letztlich aus einem Denken heraus verfasst worden, das wir heute als Monismus abtun. Am Anfang war das Wort....und dessen Verständnis durch die Menschen. Am Anfang stand nicht das Bibellesen, sondern ein Bewusstsein von einer vernünftigen Schöpfungsmacht, die erstmals im mit Moses umschriebenen Monotheismus personifiziert wurde.

 

Man muss sich in das Denken der alten Hebräer hineinversetzen um zu verstehen, wie einfach und trotzdem hochtheologisch ihr Weltbild war. Als Weiterentwicklung bzw. Befreiung aus ägyptischen  und babylonischen Weltbilder hatten sie bereits vor den Griechen ein Bewusstsein entwickelt, das im erweiterten Sinne als früher Monismus bezeichnet werden kann. Nicht nachts in schlechten Träumen, sondern in der schöpferischen Tat-sache des sichtbaren Geschehens offenbarte sich Moses das Wort des einen allumfassenden Gottes. Der Monotheismus, der in der Gestalt des Moses zu uns spricht und der - wie wir heute wissen, von hellenisierten Juden fast zeitgleich mit Jesus neu in den alttestamentlichen Texten verfasst wurde - basierte weder auf alten Mythen noch einem unbestimmter Urgrund. Im Schöpfungs- und Geschichtsgeschehen wurde das Wort, die Vernunft Gottes wahrgenommen. Das zeichnet die Hebräer aus. Das wahre Israel liegt dort, wo nicht nur alte Texte, sondern das Wort Gottes verstanden wird.

 

Während wir von Selbstorganisationsmechanismen des universalen Geschehens reden, die wir aus allumfassenden Prinzipien ableiten, den Begriff Chaos gebrauchen, wenn wir die kosmische Ordnung wissenschaftlich nachweisen, sprachen die Hebräer und ebenso die hellenistischen Juden, die Weisheitslehrer und Verfasser der Bibeltexte vom Wort Gottes, seinen Gesetzen. In der Hier-archie des Universums haben die Väter des jüdischen Glaubens ebenso wie später die Kirchenväter die himmlische Stimme, das Wort Gottes wahrgenommen.

 

 (Die Trennung, die die Rechschreibprüfung des PC  anmahnt bleibt! Vorher, ich hatte versehentlich „Hierarchie“ geschrieben. Erst durch den Hinweis auf das fehlende „R“ wurde mir bewusst, dass auch im Begriff der Hierarchie die Arche steckt....das sichtbare Urprinzip des Alles, durch das Noah....Na, sie wissen schon. Nein, nichts wissen wir. Von einem sinnvollen allegorischen Bibelverständnis sind wir weit entfernt. Vor wenigen Wochen fragte ein Titelbericht des Spiegel allen Ernstes „Hat die Bibel doch recht“.  Aufgrund archäologischer Funde wollte man die Arche Noah nachweisen )

 

Der griechische Monismus, der von einer sichtbaren vernünftige Weltordnung ausging, die in unserem wissenschaftlichen Weltbild nur wenig weiterentwickelt wurde, allerdings vieles was damals metaphysische Spekulation war empirisch belegt, war für die Urchristen Offenbarung. Doch erst im Einklang mit dem bisherigen Gottesverständnis, in der Gestalt des Menschen, konnte hiervon messianische Wirkung ausgehen.

 

Der Monismus ordnet den Menschen kausal in das Naturgeschehen, die Schöpfung Gottes ein. An Stelle von Mythen treten theo-logische, vernünftige Erklärungen des Werdens. Doch dies steht nicht im Gegensatz zur christlichen Offenbarung, wie es in theologischen Lehrbüchern nachzulesen ist. Der Logos des Schöpfers war und ist die christliche Offenbarung. Im realen natürlichen Werden, nicht in Naturbrechungen liegt das Wunder Gottes.

 

Eine Theologie, die jedoch in Jesus nur einen jungen Juden wahrnimmt und weiterhin wundersame Offenbarungen verkündet, statt diese von ihrem Sinn her als Beschreibung geistesgeschichtlichen Geschehens zu verstehen, die darf sich nicht wundern, wenn moderne Naturwissenschaftler nach wie vor Gotteshandeln nur außerhalb des kausal nachvollziehbaren kosmischen Geschehens vermuten. Aller Monismus geht so ins Leere, lässt allenfalls pantheistische Spekulationen zu. Denkerisch, mittels unseres Verstandes, eine schöpferischen Vernunft zu erkennen und auf den Gott der Väter, den Erzeuger und Erhalter des Alles zu schließen, davon scheinen wir weit entfernt. Wo Jesus ein verherrlichter Wanderprediger bleibt, da such die Wissenschaftler weiter in unpersönlichen Prinzipien. (Als ich mit dem Fahrrad durch elsässische Dörfer fuhr, entlang der Rue de Prinzipal – Haupt-straße- vorbei an der Marie – dem Rathaus – singe ich sonntags in der Kirche das Lied „Jesus du Haupt Gott, der du bist das Licht der Welt....“ viel lauter.) In den Prinzipien des All-es offenbart sich der schöpferische Verstand, von hellenistischen Juden der Antike, wie Philo von Alexandrien als Sohn Gottes, bezeichnet.

 

(An dieser Stelle müsste noch vieles über die Gnosis ausgeführt werden, die ebenso dem Monismus zuzurechnen ist und deren Vertreter sich als die eigentlichen Urchristen verstanden. Auch hierbei handelte es sich um eine Vielzahl sehr verschiedener philosophischer Modelle, die jeweils eine Beschreibung des sinnvollen Weltganzen boten, in das der Mensch kausal eingebettet war. Doch auch an der antiken Gnosis zeigt sich das Problem, das der moderne Monismus hat. Die Gnosis allein bietet keinen dauerhaften Glauben, sondern verflüchtigt sich in ihrer Vielfalt und Unverständlichkeit. Sie bietet kein einheitliches, monotheistisches Verständnis, das dem der Väter entspricht, sondern setzt auf eigene Modelle, die oft mechanistisch-philosophisch bleiben. Die Kirchenväter haben sich mit dieser Form der Gotteswahrnehmung auseinandergesetzt, sie als falsche Gnosis abgelehnt.

 

Vergleichbar mit unserem modernen Monismus, der nicht den Gott der Väter versteht, sondern eigene pantheistische unpersönliche Gottesvorstellungen daneben setzt, scheint auch damals die Gefahr bestanden zu haben, dass durch die neue Erkenntnis der alte Gott abgelehnt bzw. ersetzt, statt erfüllt wurde. Durch die Wahrnehmung des Wortes in Menschengestalt blieb die persönliche Beziehung zum Gott der Väter bestehen, ohne dass der bisherige Gott ersetzt wurde. Auch ohne, dass eine Christusgestalt in Menschenform als eine Art weiterer Gott daneben gesetzt wird, wie dies die derzeitige Theologie lehrt. Die Väter unseres Glaubens haben weder den jüdische, noch den griechischen Gott ihrer Väter ersetzt, sondern durch das im Monismus lebendige Wort verstanden.)

Wer den Sohn sieht, erkennt den Vater.

Und nur wer den Vater versteht, erkennt den Sohn .

Doch nur durch den Sohn offenbart sich der Vater.

 Oder: Niemand kommt zum Vater denn durch mich!  

 (Wie weise waren doch die Verfasser der Evangelien.)

 

Der monistische Kurzschluss

 

Jesus ist der Mittler zwischen unpersönlichen philosophischen Prinzipien und dem persönlichen Gottesverständnis der Väter. Durch ihn nahmen die gnostischen Prinzipien der Antike Gestalt an, wurden den Menschen verständlich, vermittelbar. Erst durch die Menschwerdung des Gotteswortes, die uns bekannte Gestalt, konnte der geistige Fortschritt erzielt werden. Für die logische Fortsetzung des alten Glaubens, seien es die griechischen Mythen oder die jüdischen Messiaserwartungen war die menschliche Form not-wendig. Nur so war die sinnvolle Fortführung möglich, war der Gott der Väter zu verstehen und nicht ein neuer Philosophengott.

 

Die rein philosophische Logoslehre der Antike wäre ebenso in die Leere gelaufen, wie heutiger Monismus es tut, wenn es den Menschen Jesus nicht gegeben, wenn der Logos nicht menschliche Gestalt angenommen hätte. Gerade an modernen monistischen Lehren wird dies besonders gut deutlich. Es mag im Taoismus oder anderen fernöstlichen Lehren genügen, auf philosophische Prinzipien zu bauen. Bei den aus dem Urmonotheismus hervorgegangenen Kulturen, die einen persönlichen Gott annehmen, führt dies zum Kurzschluss. Kosmische Modelle und naturwissenschaftlich Prinzipien allein genügen ebenso wenig wie rein philosophische Theorien. Die massenhafte moderne Literatur, die zwar den Logos seit dem Urknall zu beschreiben vermag, wenn’s hoch kommt gar von einer kosmischen Vernunft spricht, ist dafür bestes Beispiel. Sie kann den Glauben der Väter nicht weiterführen. Denn kein Zweig wächst ohne die Wurzeln des Stammes. Die westliche Kultur scheint auf persönlich ansprechbare Wesen angewiesen. Unser Geist brauch ein persönliches Gegenüber.

 

Doch dieses christliche Gegenüber, das in der Antike menschliche Prediger bzw. alte Prophetengestalten ablöste oder überbot,  ist und war weder eine philosophische Projektion, noch Gott selbst oder dessen Verkleinerung als Christus in Menschengestalt. Der in der Schöpfung lebendige Logos als Mensch ist Mittler zwischen dem Monismus, zu dem neben den vernunftgeprägten Griechen auch andere alte Kulturen mit mystischen monistischen Modellen zuzurechnen sind: Kelten, Germanen ebenso wie heute noch anzutreffende afrikanische und indianische Urreligionen. In der Antike sollte der Monotheismus durch diesen Mittler neu begründet, belebt und erfüllt werden. Der Logos in Menschengestalt war notwendig für den geistigen Fortschritt, nur so erfüllte er die Funktion des Messias, konnte das geistige Wachstum vernünftig fortsetzen.

 

Wer die Probleme durchdenkt, die sich für unsere heutigen Glauben zwischen traditioneller Lehre und wissenschaftlicher Beschreibung nach wie vor ergeben, der kann ermessen, welche Wirkung auch heute eine neue Wahrnehmung des Wortes – vernünftigen Handeln - Gottes im seit dem Sternenstaub sichtbaren vernünftigen Werden hätte: Kein neuer kosmischer Christus, sondern als den, den die Verfasser der neutestamentlichen Texte verstanden haben, der hinter der uns bekannten Jesusgestalt steht.

 

Nicht nur der Abfall vom Glaube seit der angeblich wissenschaftlichen Aufklärung, die nur  die halbe Wahrheit offenbart, auch die aktuellen Ereignisse, Massenmorde und Krieg im Name des Glaubens und ebenso die unvernünftigen Lebensformen der westlichen Welt machen deutlich, wie  dringend notwendig eine neue vernünftige Gotteswahrnehmung heute ist.

 

Das Problem:

 

Wer seinen Glauben auf traditionelle Texte baut, sieht im Damals nur Buchstabenerneuerung.

Wer seinen Glauben von Menschen abhängig macht, nimmt einen antiken Menschen wahr.

Wer meint unverstandene Mythen böten das Heil, hält die Evangelien für pure Mythologie.

Wer in reiner Philosophie die Erfüllung sieht, denkt dass damals nur Theorie betrieben wurde.

Nur wer von einer realen schöpferische Vernunft in der Weltwirklichkeit ausgeht, kann auch in der antiken Theologie das Wiedererwachte Verständnis des Schöpferischen Wortes wahrnehmen.

 

Die Frage:

 

Ist auch die Wahrnehmung des antiken Geschehens als damals neue vernünftige Erkenntnis aufgrund des Logos nur eine Projektion aufgrund eigener heutiger Weltsicht?

 

Die Antwort:

 

Wodurch lässt sich der traditionelle Text als Tatsache neu verstehen, statt ihn zu verkleinern,

die Bedeutung der menschlichen Gestalt als Mittler Gottes ermessen,

die Sinnhaftigkeit und Wahrheit alter Mythen verstehen

und das philosophische Denken und wissenschaftliche Erkennen mit dem Gott der Väter vereinen?

 

 

Was ist heute notwendig?

Was bringt unseren Glaube weiter?

Wie können wir die Trennung zwischen Glauben und Wissen überwinden?

Wie können wir den Glauben vernünftig begründen, mit neuem Leben erfüllen?

Wodurch werden Glaubensgrenzen überwunden?

Wie kommt der Mensch zur Vernunft?

 

Jesus lebt wirklich: Nur er ist der Messias der Juden.

 

Durch modernen Monismus zur Auferstehung

 

Die Auferstehung ist die unumstößliche Voraussetzung des christlichen Glaubens. Ohne Auferstehung gibt es keinen Glauben an den Gott der Christen. Die Theologen sind sich einig: Alle Aussagen des Neuen Testamentes sind vom Auferstandenen ausgegangen.

 

Doch hat es die Auferstehung gegeben? Gibt es die Auferstehung heute?

Was verstehen wir unter Auferstehung?

Wer war der, der gestorben ist und wiedererweckt wurde?

 

Die Frage nach der Auferstehung, die bis vor wenigen Jahren noch für eine unzweifelhafte Selbstverständlichkeit gehalten wurde, beschäftigt die heutige Theologie. Davon ausgehend, dass es sich beim historischen Jesus um einen später verherrlichten jungen Juden gehandelt habe, der für seinen Glauben in den Tod ging, tut sich die Theologie schwer mit Aussagen zur leiblichen Auferstehung.

 

Mit seiner These, die leibliche Auferstehung habe es nicht gegeben, spricht Professor Lüdemann vielen aufgeklärten Christen aus dem Herzen. Für sie ist die Auferstehung eines Menschen ein Unding, kann keine historische Realität gewesen sein. Gleichzeitig hagelt es unzählige Leserbriefe, mit oft bösartigen Beschimpfungen, wenn der streitbare Theologieprofessor zitiert wird. Da hilft es auch nicht, wenn Professor Berge versucht zu schlichten, sich auf den Mythos beruft, den es beizubehalten gelte, gleichwohl naturwissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Die spätere Mythologisierung eines Menschen durch seine Anhänger, die ohne eine Wiedererweckung des Leibes auskommt, im Geist sei er noch nach seinem leibliche Tod, seinen Jüngern als reale Gestalt begegnet...... so oder ähnlich versucht man sich derzeit theologisch um das Thema herumzumogeln. Wo der historische Jesus auf einen jungen Juden verkürzt wird, statt ihn als Ausdruck des lebendigen Wortes zu verstehen, das gelebt und gelitten hat, kann die Auferstehung kaum vernünftige begründet werden.

 

Als Teilnehmer eines Studienwochenende, an dem die beiden bekannten evangelischen Theologen gemeinsam mit dem katholischen Geisteswissenschaftler Staudinger die Frage der Auferstehung wälzten, hatte ich keinen wiedererweckten Wanderprediger, sondern das auferstandene Wort vor Augen. Prof. Lüdemann war daher für mich auch kein Leugner eines Glaubensdogmas: In einem unveröffentlichten Leserbrief an den Spiegel, der gern solch spektakuläre, angeblich fortschrittliche kritische Stimmen wie Lüdemanns Auferstehungsleugnung aufgreift, bezeichnete ich ihn später als Totengräber einer nicht mehr zeitgemäßen Theologie. Denn was längst gestorben, nur noch zu Grabe getragen wird, ist nicht die Auferstehung, sondern das Verständnis dessen, wer der gestorbene und auferstandene ist.

 

Das Wort ist auferstanden

 

Verschiedene Stufen:

 

1. Auferstehung in der Natur

 

Am Anfang meiner Überlegungen suchte ich die Auferstehung im gesamten Prozess des natürlichen Ablaufes der evolutionären Entwicklung. Ob mir die Astronomen die Entstehung neuer Sterne oder gar ganzer Galaxien beibrachten, ob mich Biologen über den sinnhaften Bauplan des Genetischen Codes und der sog. Evolutionsmechanik belehrten, die in sinnvoller Synthese ihrer Einzelteile immer wieder neues Leben hervorbringt oder ob ich einfach die gerade im Frühjahr aufblühende Natur betrachtete: in allem sah ich das wiedererweckte bzw. wachsende Wort Gottes. Auch im Verlauf der Geschichte drückte sich für mich eine immer wieder neu erwachendende und wachsende Vernunft aus, die den Kosmos ebenso wie die Kreativität in den menschlichen Köpfen steuert. Besonders gut wird die natürliche Auferstehung  im täglichen Aufgehen der Sonne und dem Wechsel von Winter zum Sommer bewusst.

 

2. Auferstehung als Wiederverstehen des Wortes

 

Bei der Suche nach den geistigen Wurzeln des Christentums stieß ich auf eine andere Form von Auferstehung, die monistisch gesehen den gleichen Gesetzen folgt, wie die bisher betrachtete natürliche Auferstehung. In den verschiedenen geistigen Bewegungen des Judentums zur Zeit Jesus, das sich nicht nur in der Diaspora, sondern auch rund um Jerusalem heftig mit hellenistischem Denken auseinander setzte, erkannte die ein Wiedererwachen, ein neues vernünftiges Hören dessen, was die alten Juden als Wort/Weisheit Gottes bezeichneten. Der griechische Logos als neue Offenbarung des Wortes und somit Neubegründung des Monotheismus, das war für mich Auferstehung.

 

Auch das mit diesem neuen theologischen Denken einhergehende  allegorische Neuverständnis der alten Texte, wie es z.B. unter der Bezeichnung Philo von Alexandrien zum Ausdruck kommt betrachtete ich als Auferstehung.

 

3. Auferstehung des Fleisches, Auferstehung des Menschen Jesus

 

Das Wiedererwachen, das neue Verstehen der alten Gesetze kann als ein Art Auferstehung des Fleisches betrachtet werden. Doch um die alten Texte neu zu verstehen bedarf es einen neuen Verständnisses dessen, was sich in der historischen Hülle des historischen Jesus verbirgt. Jedes neue Verständnis der alten Texte wäre ebenso willkürlich, wie ein rein modern monistische Verständnis eines universellen Wortes, wenn es den gemeinsamen Nenner nicht gäbe. Und der muss im historischen Jesus als dem wahren Grund unseres Glaubens gesehen werden. Es gilt zu belegen, warum das damals neuverstandene Wort eine menschliche Gestalt benötigte, den historischen Menschen Jesus wiederzuerwecken.

 

Denn es genügt nicht, nur hellenistische Theorien neu zu begründen, durch die nach Ansicht heutiger Theologie Gnosis ebenso wie die vielzitierten Evangelisten und später die Glaubensväter die Christologie aufgeblasen hätten, um ihren Guru zu verherrlichen oder bei den Griechen Gehör zu finden. Ein moderner Monismus allein führt ins Leere, wenn wir den antiken Monismus nicht mit dem historischen Menschen Jesus auf einen Nenner bringen. Doch diesem Neuverständnis des Wortes in Menschengestalt steht das festgefahrene Bild vom jungen Juden im Weg, der nur christologisch ummantelt wurde.    

 

Vom Nachwort zum Neuwort

 

Der Karlsruher Philosoph Arthur Drews wird im Duden bei der kurzen Erklärung zum Monismus als ein Meilenstein dieses Denkens aufgeführt. Doch dies ist nicht der Grund, warum ich in ihm einen Wegbereiter zu einem neuen christlichen Verständnis sehe. Noch lange bevor mir bewusst war, dass der Begriff „Monismus“ für ein Denken  steht, wie ich es in ähnlicher Weise aus modernen Bestsellern las, die aus neuen naturwissenschaftlichen Lehren einheitliche Prinzipien des Werdens ableiten, fiel mir eine Denkschrift Drews in die Hände: „Hat Jesus gelebt“

 

Der religiöse Freidenker, der zur Durchsetzung des vernünftigen Denkens mit der Unvernunft des Glaubens aufräumen wollte, wurde am Rande eines theologischen Seminares als einer der wenigen bezeichnet, die das Leben Jesus ernsthaft abstreiten wollten. In einer kleinen Schrift hat er bereits am Anfang des vergangenen Jahrhunderts aufgelistet, was alles gegen den Menschen Jesus spricht und dort seine umfangreichen Untersuchungen zur christlichen Lehre zusammengefaßt. Das Stillschweigen der Geschichte über den geschichtlichen Jesus werden dabei ebenso als Zeugen gegen eine menschliche Gestalt herangezogen, wie die Bibeltexte selbst. Was die derzeitige Theologie einfach voraussetzt, wird von dem als Ketzer verschrienen Philosophie-Professor abgestritten: Jesus habe nie gelebt.

 

Doch im Nachwort zu seiner Leugnung des Leben Jesus erkenne ich in Drews einen Philosophen, der Gegenwart und Geschichtlichkeit Jesus belegt. Als Vertreter eines „konkreten Monismus“ beschreibt er – ohne es zu wissen – was das Leben Jesus ausmacht. Drews geht von einer unbewussten Intelligenz aus, durch die sich alles Weltgeschehen zweckvoll entwickelt. Dieser Logos/Wort des Schöpfers war in der Antiken Theologie lebendig. Seine menschliche Ausformung muss der Grund für die Erneuerung des Monotheismus gewesen sein. Von seiner menschlichen Gestalt ging eine messianische Wirkung aus. Das Leben und Leiden des Logos in Menschengestalt wird uns in der von Drews verworfenen Leben Jesus Geschichte vermittelt.

 

Die christliche Religion benötigt keinen menschlichen Stifter. Sie hat eine göttlichen Grund. Und den kann der heutige Monismus auf zeitgerechte und vernünftige Weise belegen.

 

Die menschliche Gestalt des Logos hat gelebt und gewirkt, auch wenn Drews das noch nicht erkannte. Zu sehr ist er noch mit dem Abriss überkommener, unverstandener Bilder beschäftigt. Seine Aufgabe war es nicht nur, sich mit dem meist atheistischen Monismus der Aufklärung auseinander zusetzen, auch von der christlichen Amtstheologie wurden seine Thesen aufs schärfste bekämpft. In diesem Kampf hatte die neue Einsicht keine Chance. Noch scheint die Zeit nicht reif für eine religiöse Ein-sicht gewesen zu sein.

 

Erst in einem erweiterten Verständnis des geschichtlichen Jesus ist der Monismus keine Verleugnung des Leben Jesus, sondern Beweis für dessen prähistorischer Existenz, ebenso wie dessen besondere Bewusstseinsform, die am Anfang der christlichen Theologie nachweisbar ist. Der Monismus kann damit die christliche Leere mit neuem Leben füllen.

 

Der Teufelskreis:

 

Um den Logos, das lebendige Wort, wie es der Monismus auf moderne Weise im Werden der Welt wahrnimmt als Offenbarung des einen Schöpfers akzeptieren zu können, muss die christliche Theologie ihre bisherige Lehre vom jungen Juden, der als Logos hellenistisch hochstilisiert wurde, loslassen. Aber das fällt schwer. Nicht nur vieles, was bisher gesagt und gelehrt wurde, müsste völlig neu interpretiert werden. Noch größer scheint die Gefahr, den letzten Rest vom gewohnten Glaubensgrund, den man in einem historischen Menschen sieht, zu verlieren.

 

Doch die geschichtlich nachweisbare Grundlage des christlichen Glaubens ist weit größer als ein charismatischer Mensch, der von seinen Anhängern erhöht wurde. Nicht menschliche Lehren, sondern der göttliche Logos - das Wort Gottes in menschlicher Person - ist vernünftiger Grund des eigentlichen christlichen Glaubens. Bei der zeitgemäßen Wahrnehmung dieses Wortes, das Grund allen monotheistischen Glaubens ist, kann der Monismus helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Vergebung der Sünden geschieht nur durch einen neuen Verstand

 

Weder ein Wanderprediger, noch dessen Verherrlichung als Sohn Gottes oder Wort wären fähig, die geistige Trennung zwischen Gott und seinen angeblich verstandbegabten (Verstand ist gegeben zum Verstehen des Wortes und um nach diesem Logos zu leben) zu überwinden. Die Realität der Rechtfertigungslehre lässt sich nicht durch biblische Behauptungen begründen. Ohne eine neue vernünftige Theologie, die von einer neuen Vermittlung zwischen Gott und den Menschen ausgeht, ohne eine reale neue kollektive Offenbarung, wäre die von Martin Luther aufgegriffene und inzwischen von der katholischen Kirche anerkannte Rechtfertigungslehre eine Leerformel.

(Fortzusetzen, zu konkretisieren)